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Bundesbehindertenbeauftragter präsentiert inklusive Kunst |
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Donnerstag, 22 März 2012 |
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Heute um 19:00 Uhr eröffnet der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe, die diesjährige Frühjahrsausstellung im Kleisthaus in der Berliner Mauerstraße. Unter dem Titel „Arkadische Schatten - Die Erben des Kohlhaas zwischen Wille und Willkür“ präsentieren 23 Künstler mit und ohne Behinderung Werke rund um das Thema Barrieren und Ausgrenzung. Als Leitmotiv der Ausstellung dient Heinrich von Kleists Erzählung Michael Kohlhaas. Aus dieser wurden acht zentrale Zitate ausgewählt, die wichtige Aspekte dieses gesamtgesellschaftlich relevanten Themas aufgreifen. Die Ausstellung wird bis zum 23.05.2012 im Foyer des Kleisthauses zu sehen sein.
„Ich freue mich, dass in dieser Ausstellung verschiedene Kunstwerke präsentiert werden können, die thematisch alle eine Verbindung zu Kleist haben. Literarische Figuren und ihre Geschichten spiegeln der Gesellschaft Aspekte des Miteinanders wider. Inklusion heißt, dass jeder Mensch Zugang zu Kultur und Kunst hat und sich gemeinsam mit anderen damit auseinandersetzen kann“, so Hubert Hüppe.
Kenntnisse über die Erzählung Michael Kohlhaas sind für die Ausstellung nicht nötig. In knappen Worten wird zu Beginn auf den Inhalt verwiesen. Die dazu ausgewählten Kunstwerke porträtieren Menschen, die sich aus verschiedensten Gründen den Konsequenzen von Ausgrenzung durch Barrieren stellen müssen. Parallel zu den Zitaten aus dem Michael Kohlhaas wird den verschiedenen Positionen sowohl in Form von Malerei und Skulpturen als auch durch Ton- und Videoinstallationen auf den Grund gegangen. Welche oder welcher der Künstlerinnen und Künstler dabei eine Behinderung hat oder nicht wird nicht ersichtlich. Der Fokus liegt auf den Kunstwerken und deren Einzigartigkeit, die über den Bezug auf Kleists Kohlhaas einem gemeinsamen Thema zugeordnet werden. Der über die Kunst aufgegriffene Aspekt der Barrieren wird dabei den Besuchern der Ausstellung keine Hindernisse bereiten. Neben den barrierefreien Räumlichkeiten der Ausstellung werden zusätzlich Audioguides für Menschen mit Sehbehinderung sowie Informationen in Leichter Sprache angeboten. Über Führungen durch die Ausstellung für Menschen mit und ohne Behinderung wird rechtzeitig hingewiesen.
Mit der Frühjahrsausstellung läutet das Kleisthaus das Kulturprogramm 2012 ein. „Arkadische Schatten“ wird dabei von einem Rahmenprogramm bestehend aus Filmvorführung, Lesung und einer Podiumsdiskussion flankiert. Ab Mai gibt es dann wie jedes Jahr das Hörfilmkino und im Oktober die obligatorische Herbstausstellung. Das Kulturprogramm selbst besteht seit 2001 und soll im Dienstsitz des Bundesbehindertenbeauftragten ein Forum für die Belange behinderter Künstler bieten, wobei Themen rund um den Bereich „Inklusion und Kultur“ auf verschiedene Art und Weise betrachtet und zur Debatte gestellt werden.
Quelle: Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen
Hwelt
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