Hoher Krankenstand Folge chronischer Überlastung in den Pflegeberufen
Freitag, 17 Februar 2012
Berlin - Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK) nimmt die heute im DAK Gesundheitsreport 2012 veröffentlichten Arbeitsunfähigkeitsdaten mit großer Sorge zur Kenntnis. „Zum wiederholten Mal in Folge gehören die Pflegeberufe zu den Branchen mit höchsten Krankenständen. Die seit Jahren steigenden Ausfallzeiten durch Muskel- und Skeletterkrankungen einerseits und psychische Erkrankungen andererseits sind unmittelbare Folge chronischer Überlastung und schlechter Arbeitsbedingungen“, sagt dazu DBfK-Referentin Johanna Knüppel.


„Einerseits wird allerorten der Pflegefachkräftemangel beklagt, andererseits werden die verbliebenen Fachkräfte durch Arbeitsverdichtung und immer höheres Arbeitstempo kontinuierlich verschlissen. Die einen retten sich in die Teilzeit, um ihre Gesundheit zu schützen, andere verlassen den Beruf oder geraten auf direktem Weg in die Erwerbsunfähigkeit. Wann werden endlich diese Alarmsignale an den verantwortlichen Stellen in Politik und Management wahrgenommen?“ so die Referentin weiter.

Der DBfK hat am 1. Februar 2012 die Initiative „Tausche wichtigen gegen guten Arbeitsplatz“ gestartet. Damit sollen vor allem Pflegende motiviert werden, sich nicht länger mit schlechten Arbeitsbedingungen abzufinden. Schwerpunktthema der Kampagne im Februar ist „Wertschätzung und Anerkennung“, im März wird das ‚Gesundbleiben am Arbeitsplatz‘ aufgegriffen. Informationen und Downloads zur DBfK-Initiative unter www.dbfk.de/Startseite/Tausche-wichtigen-gegen-guten-Arbeitsplatz.php.

Quelle: Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK)

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