ADHS-Kinder profitieren von Mikronährstoffen
Sonntag, 26 Oktober 2008
Das Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom – kurz ADHS – gehört in den westlichen Industrienationen zu den häufigsten neurokognitiven Störungen bei Kindern. Schätzungen zufolge leiden zwischen fünf und 20 Prozent der Schulkinder an ADHS. Die Entstehung des Syndroms ist komplex und immer noch weitgehend ungeklärt.


Neueste Studien haben jetzt gezeigt, dass eine Unterversorgung mit Omega-3-Fettsäuren und Mikronährstoffen den Energiestoffwechsel des Gehirns negativ beeinflussen, erläutert Uwe Gröber in der jüngsten Ausgabe der "Zeitschrift für Orthomolekulare Medizin" (Hippokrates Verlag, Stuttgart. 2008).

Wissenschaftliche Studien hätten ergeben, dass die durchschnittlichen Konzentrationen an essenziellen Fettsäuren, bioaktiven Nährstoffen wie Zink, Magnesium und Eisen oder Vitaminen bei hyperaktiven Kindern niedriger seien als bei gesunden, fasst Gröber die Ergebnisse zusammen. Während der Entwicklung und Reifung des zentralen Nervensystems sind die Fettsäuren und Mikronährstoffe beispielsweise für die Bildung der Nervenbotenstoffe Dopamin oder Serotonin verantwortlich. "Ein Mangel an diesen Neurotransmittern führt zu Nervosität, Gedächtnisstörungen und motorischer Unruhe, den bekannten Symptomen des ADHS", erläutert der Experte des Essener Zentrums für Mikronährstoffmedizin.

Gröber empfiehlt daher, bei betroffenen Kindern zuerst den Mikronährstoffhaushalt und die Ernährungsgewohnheiten zu überprüfen, bevor man eine medikamentöse Therapie – zum Beispiel mit dem Psychostimulans Methylphenidat – begänne. Der synthetische ‚Ruhigsteller’ könnte die Gefahr bergen, "bleibende strukturelle und biochemische Veränderungen in Hirnregionen, die für die Ausprägung des sozialen Verhaltens oder bei der Stressbewältigung verantwortlich" seien, hervorzurufen, warnt der Apotheker. Vor diesem Hintergrund sei es bedenklich, dass in Deutschland die Anwendung von Methylphenidat, das beispielsweise im gängigen Präparat Ritalin enthalten ist, um das 270-Fache angestiegen sei.

Uwe Gröber warnt vor diesem Hintergrund davor, ADHS als reine "Methylphenidat-Mangelerkrankung" einzustufen. Das ADHS-Syndrom sei eine komplexe Störung, bei der viele individuelle Faktoren eine Rolle spielten. Dazu zählten neben der ausreichenden Versorgung mit Mikronährstoffen Komponenten wie körperliche Aktivität, psychosoziale und biologische Ursachen, aber auch genetische Vorbelastungen und Umwelteinflüsse.

Quelle: Georg Thieme Verlag

Hwelt

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U. Ausfelder  - Gesunde Ernährung     |88.65.130.xxx |2008-10-28 18:55:16
Hallo an alle gesundheitsbewussten Menschen.
Ich bin froh, dass es immer wieder
Menschen gibt die aufklärende Artikel über unzumutbare Zustände schreiben.
Danke
schön !
Ich als Ernährungsberaterin würde die Empfehlung an die Mütter und
Kinder noch mehr vereinfachen.
Geben Sie täglich folgende Nahrungsmittel:
1 Eßl.
kaltgepresstes Distelöl ( bio), 1 -2 Portionen grüner Salat auch als Sandwich,
Nüsse und Butter statt Margarine. Alle Zutaten müssen Bio sein, roh und
frisch.
Damit haben Sie schon viele wichtige Nährstoffe abgedeckt.
Außerdem ist
darauf zu achten, keine Geschmacksverstärker, Farbstoffe und Aromen zu
verabreichen. KAufen Sie also genügend Vorräte ein an Lebensmitteln, die diese
Stoffe nicht beeinhalten.
Ein weiterer Faktor für Reizungen des Gehirns sind
Parasiten.
Sie können sowohl ins Gehirn gelangen, als auch einfach Ihre
Abfallprodukte, wie Ammoniak in unseren Körper entlassen, der einen Gerhirnreiz
auslösen kann. Desweiteren verbrauchen bestimmte Parasiten z.B. Askaris der
Spulwurm unser Vit C und unser Eisen.
Das beste Mittel ihn wieder loszuwerden
ist mehr Hygiene ( Hände waschen, kurze , saubere Fingernägel ), große Mengen an
Vit C und die Verbesserung unseres Immunsystems, indem wir mehr selbst kochen
und weniger fertig essen.
In diesem Sinne hoffe ich mit diesem Komentar etwas
beigetragen zu haben, für eine bessere und gesündere Welt.
U.Ausfelder
Walter Neuschitzer  - Ein Hoch der Vernunft!   |82.135.92.xxx |2008-10-29 19:57:00
ADHS als Methylphenidat-Mangelerkrankung einzustufen, war von vornherein
haarsträubender Unsinn. Ist denn Methylphenidat eine im Körper natürlich
vorkommende Substanz?
Es freut mich sehr, dass einmal die Stimme der
Wissenschaft und der Vernunft zu Wort kommt. Vielen Dank für diesen
Artikel!
Dem Kommentar von Frau Ausfelder stimme ich zu. Die von ihr genannten
Faktoren tragen dazu bei, dass ADHS - wie auch von Herrn Gröber ausgeführt -
eine komplexe Störung ist. In meinem Bekanntenkreis gab es z.B. einen Fall, wo
eine Nahrungsmittelallergie zu Hyperaktivität führte.
Eva Szeness   |79.230.66.xxx |2008-10-29 23:47:31
Ich finde auch, dass den Kinder nur richtige Ernährung, Vitamine, Mineralstoffe
und vernünftige elterliche Führsorge fehlt. Allein in den Supernanny -
Fernsehshows sieht man genügend Beispiele für die armen Kinder, die ihren
psychotischen Eltern vollkommen ausgeliefert sind, kein Wunder also, wenn sie
dann etwas unruhig werden. Ich freue mich, dass eine vernünftigere Ursache für
AHDS gefunden wurde und damit brauchen keine Kinder und keine Eltern
irgendwelche teuere Psychopharmaka einzunehmen, um sich zu bessern. E.S.
Michael Süßmeier  - ADHS-Kinder profitieren von Mikronährstoffen   |88.65.129.xxx |2008-10-30 09:47:30
Oh, oh..das wird der Pharmaindustrie und vielen Kinderärzten aber nicht so gut
gefallen - dass Ernährung ein wesentlicher Bestandteil des Krankheitsbildes AHDS
ist! Also, liebe Eltern: Kümmert Euch um Eure Kinder und wehret den Anfängen der
chemischen Keulen!! Mit bestem Gruß, M.Süßmeier
Martina Hagl  - Frau   |84.150.224.xxx |2008-10-30 11:54:52
Ihr Artikel enthält brauchbare Information über extrem nervöse Kinder und
Ernährungsmangel, wie etwa eine Unterversorgung mit Omega-3-Fettsäuren und
Mikronährstoffen. Man kann den Energiestoffwechsel des Gehirns also positiv
durch gesunde Ernährung beeinflussen
Das umstrittene Ritalin, der synthetische
Rainer Fischer  - Kein Ritalin für Kinder!   |84.56.10.xxx |2008-10-31 16:29:30
Sehr gute Aussage von Herrn Gröber. Ich habe durch Verwandschaft subjektiv
Erfahrung von Ritalin kontra "rausfinden, was es wirklich ist". Und es
macht einfach keinen Sinn die chemische Keule zu schwingen, nur weil es das Kind
"ruhiger macht" und weil es der Herr in weiß verzapft. Es wird Zeit,
dass man deutlich, deutlich kritischer mit dem Thema Pychopharmaka bei Kindern
(und natürlich auch bei Senioren - beide können sich nur schwer wehren) umgeht
und das Ganze wieder gewaltig zurückfährt - am besten auf Null - da gehört es
hin.

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