Borchert: Auf Forschung an adulten Stammzellen setzen
Freitag, 26 Oktober 2007
Berlin (KNA) Der CDU-Bundestagsabgeordnete Jochen Borchert hat sich entschieden gegen eine Liberalisierung des Stammzellgesetzes ausgesprochen. Der langjährige Vorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises von CDU/CSU warnte am Donnerstag in Berlin gegenüber der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) vor einer Gefährdung des Embryonenschutzes. Er sehe innerhalb der Union erheblichen Widerstand gegen eine Lockerung des Gesetzes.


Seit Monaten diskutiert die Politik auf Drängen zahlreicher Forscher über eine Änderung des Stammzellgesetzes. Bisher dürfen Forscher an menschlichen embryonalen Stammzellen arbeiten, die vor 2002 im Ausland gewonnen wurden. Diese Regelung soll verhindern, dass weitere Embryonen vernichtet werden, um Stammzellen zu gewinnen. Borchert mahnte, die Politik solle auf adulte Stammzellforschung setzen. "Allenfalls denkbar" sei eine Änderung der derzeitigen Strafbarkeit für Wissenschaftler, die sich im Ausland an Forschungsarbeiten beteiligten, die in Deutschland verboten seien.

Borchert verwies darauf, bereits 2002 sei er für ein generelles Verbot der embryonalen Stammzellforschung in Deutschland gewesen. Die damaligen Bedenken, dass die Stichtagsregelung auf Dauer in der Kritik stehen werde, bestätigten sich jetzt. Der CDU-Politiker verwies auf den Embryonenschutz und die Menschenwürde des Embryos. Diese Argumente gälten nach wie vor, sagte er. Die Forschung an embyronalen Stammzellen sei mit der Unantastbarkeit der Menschenwürde nicht vereinbar.

 

Quelle: KNA . Alle Rechte Vorbehalten

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