|
Der Rheinhafen als Wettbewerbsstätte von Special Olympics |
|
Freitag, 20 Juni 2008 |
 SOD Etwas versteckt am Rheinhafen liegt der Austragungsort der Kanuwettbewerbe. Doch nähert man sich, hört man bereits die Ansagen über Megafon, aber auch die Anfeuerungsrufe der Zuschauer und Athleten. Johannes Halbig, Trainer der Lebensgemeinschaft Sassen und des Antoniusheimes trainiert mit seiner Gruppe(neun Sportler und Sportlerinneninnen) in Fulda. Seit eineinhalb Jahren gibt es eine Kooperation mit dem dortigen Kanuclub. „Kanufahren fördert die Eigenverantwortung. Der Kanut bestimmt sein Tempo!“ Mit der Organisation und der Wettkampfstätte am Rheinhafen ist Johannes Halbig sehr zufrieden. „Hier ist alles eng beieinander. Die Sportler können so richtig guten Kontakt zueinander finden!“ Zum ersten Mal bei Special Olympics dabei ist Helmut Bäumel aus der Lebensgemeinschaft Sassen. „Im Kanu muss ich mich auf mich selbst verlassen! Mein Trainer hat mich dazu gebracht! Mir macht das einen Riesenspaß!“und fügt hinzu: „Mir gefällt es hier super. Wenn wir am Abend noch Zeit haben, gehen wir in die Stadt einkaufen!“
Doris Kretschmar, Trainerin vom Treffpunkt Stuttgart, ist mit sieben Sportlern dabei. „Unsere Einrichtung funktioniert ähnlich wie eine Volkshochschule.“ Seit 15 Jahren besteht eine Kooperation zwischen dem Treffpunkt und dem Kanuverein Stuttgart. „Natürlich können wir deren Boote nutzen“ so Frau Kretschmar.“ Die Atmosphäre am Rheinhafen beschreibt sie als sehr familiär. Sie ist stolz auf ihre Sportler, die heute auch schon mehrere erste Plätze gemacht haben. Sandra Turner, Kanutin aus Doris Kretmars Gruppe berichtet aufgeregt, dass sie heute den vierten Platz gemacht hat. Außer Kanu fahren, fährt sie noch gerne Fahrrad und im Winter ist Skifahren ihre große Leidenschaft. Begleitet wird Sandra von ihrer Tante. Sie findet die Wettbewerbe spannend. “Hier kennt jetzt jeder jeden. Einer freut sich für den andren!“
Eine Schiedsrichterin meint: „Es ist erstaunlich was die Sportler hier leisten! Allein das Gleichgewicht in einem Kanu zu halten ist nicht einfach! Am Ziel wird es oft richtig spannend und wir müssen schon genau hinschauen!“
Sportler und Trainer finden besonders das Engagement der Rheinbrüder super. Im 4er muss immer ein Unified Partner (Sportler ohne Behinderung) das „Steuer“ übernehmen. Auch das machen die Athleten der Rheinbrüder. Als der 4er startet ruft ein Sportler: “Ihr gewinnt, bei euch fährt ein Weltmeister mit!“
Gabi Schönstein und Lisa Maiwald sind zwei der Volunteers an dieser Wettkampfstätte. Sie haben sich spontan nach einem Zeitungsartikel als Volunteers beworben und hierfür Urlaub genommen. „Alle kommen zu uns! Wir sind für die Versorgung mit Wasser zuständig. Es herrscht hier eine unheimlich familiäre Atmosphäre! Sogar die Zuschauer, die hierher finden kennen wir mittlerweile!“
Quelle: SOD
Hwelt
|