Sterben, Tod und Trauer gehört in den Lehrplan Drucken E-Mail
Dienstag, 21 August 2012
Olpe/Berlin – Die Auseinandersetzung mit Sterben und Tod gehört in die Lehrpläne der Schulen. Das fordert der Deutsche Kinderhospizverein e.V. (Olpe) nach der Veröffentlichung der Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes. Die Untersuchung hatte unter anderem ergeben, dass die Bevölkerung den Tod nicht mehr als Tabu empfindet und eine intensivere Auseinandersetzung mit diesem Thema möchte.


„Wir sollten damit in den Schulen beginnen und das Thema als verbindlichen Bestandteil in die Lehrpläne aller Bundesländer aufnehmen“, so Margret Hartkopf vom Vorstand des Deutschen Kinderhospizvereins. Denn nicht nur Erwachsene, auch Kinder und Jugendliche seien in ihrem Alltag mit unheilbaren Krankheiten, Sterben und Tod konfrontiert und durch die Schule auf diese Themen nicht ausreichend vorbereitet. Häufig reagierten sie auf Trauer und Verlust mit Wut, Verzweiflung oder Rückzug. Die Pädagogen seien oft selbst überfordert, da dieses Thema nicht zu ihrer Lehrerausbildung gehöre.

„Selbst in Förderschulen fühlen sich viele Pädagogen überfordert oder allein gelassen“, so Hartkopf. Es fehle an Zuständigkeiten, geeignete Konzepte in der Aus- und Weiterbildung verbindlich auf den Weg zu bringen und zu erproben. Im Zusammenhang mit der aktuellen Inklusionsdebatte müsse dieses Thema als verbindlicher Bestandteil Eingang in die Lehrpläne finden und die Lehrkräfte durch Fortbildungen vorbereitet werden.Deutsche Kinderhospizverein e.V. wurde im Februar 1990 von betroffenen Familien gegründet, um das Thema schwerstkranke und sterbende Kinder aus einem Tabubereich herauszuholen sowie bedürfnisorientierte Unterstützung und Begleitung für die Familien zu erreichen. Der bundesweit aktive Verein betreibt 19 ambulante Kinderhospizdienste, einen davon in Kooperation mit einem anderen Träger. Unter seinem Dach bietet die Deutsche Kinderhospizakademie jährlich mehr als 50 Seminar-, Begegnungs-, Tagungsangebote und Weiterbildungen für Familien, Begleiter und auch interessierte Lehrerinnen und Lehrer an.

Quelle: Deutscher Kinderhospizverein e.V.

Hwelt

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Juliane Uhl  - Wo anfangen     |46.253.49.xxx |2012-08-21 14:24:52
Grundsätzlich sicher eine gute Idee, um die Themen, die im Netz und auf vielen
offenen Veranstaltungen angesprochen werden, auch strukturiert zu bearbeiten.
Durch das Wegfallen religiöser Einbindungen, bekommt der Tod viel mehr Raum in
unseren eigenen Entscheidungen. Die Ausgestaltung des eigenen Endes, Fragen zu
Sterbehilfe, Hirntot und Freitod sind überall zu finden. Klar, sollten die
Kinder ein gewisses Basiswissen erhalten, um sich eigenständig auseinander
setzen zu können. Schwierig wird dann das Aufeinandertreffen der Generationen,
wenn die offenen Kinder auf die verschlossenen und pietätsummantelten
Erwachsenen treffen, die sagen: "Darüber spricht man nicht".

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