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Spiel und Begegnung rund ums Junior-Hörfilmkino |
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Montag, 02 Juli 2012 |
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Im Juni ist im Kleisthaus die Testphase des Projekts des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe „Inklusives Hörfilmerleben für Schüler mit und ohne Sehbehinderung“ erfolgreich angelaufen. Das Projekt soll über das Medium Hörfilm Kindern und Jugendlichen mit und ohne Sehbehinderung den Inklusionsgedanken näher bringen.
Durch das Kennenlernen der Lebenswelt von sehbehinderten und blinden Menschen, gemeinsamen Spielaktionen und dem Erleben eines Hörfilms sollen Barrieren zwischen Schülern mit und ohne Sehbehinderung reduziert werden. Dazu trifft sich jeweils eine Klasse mit Schülern mit Sehbehinderung und eine mit Schülern ohne Sehbehinderung zum gemeinsamen Erlebnis. „Viele Probleme entstehen, weil Menschen ohne Behinderung nie gelernt haben, mit Menschen mit Behinderung umzugehen. Sie begegnen sich nicht im Kindergarten, nicht in der Schule und auch nicht in der Arbeitswelt. Das hat zur Folge, dass Menschen ohne Behinderung oft nicht wissen, wie sie mit behinderten Menschen umgehen sollen und ihnen deswegen aus dem Weg gehen. Das Projekt schafft ein inklusives Erlebnis“, so Hubert Hüppe.
Der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen führt das Projekt in der Testphase mit der Unterstützung des Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenvereins Berlin e.V. durch. Es findet im Rahmen der Reihe „Hörfilm im Kleisthaus“ statt, eine Kooperation mit der Deutschen Hörfilm gGmbH.
Das Projekt gliedert sich in drei Phasen. Dazu gehört in der Testphase der Besuch eines sehbehinderten, ehrenamtlichen Mitglieds des ABSV e.V. Danach findet die Vorbereitung der Schulklassen auf das gemeinsame Hörfilmerlebnis und schließlich das Treffen beider Klassen zu Film und Austausch statt.
Die ersten Durchgänge fanden mit Klassen aus Berliner Schulen statt. Teilgenommen haben bisher 60 Schüler aus vier Schulen, die sich sowohl im Kleisthaus, Sitz des Bundesbehindertenbeauftragten, als auch in einer der Schulen trafen. Sie erlebten den Hörfilm „Hände weg von Mississippi“ von Detlev Buck, einem prämierten Kinderfilm über die Rettung eines Pferdes, in der Hörfilmfassung.
Die gesammelten Erfahrungen werden im Anschluss vom Kleisthaus ausgewertet, um sie deutschlandweit - voraussichtlich Ende September - weiteren interessierten Schulen anzubieten.
Erläuterung: Hörfilm ist ein Kinofilm, der ganz normal zu sehen und hören ist. Zusätzliche Bildbeschreibungen ermöglichen es aber, dass auch blinde und sehbehinderte Menschen an dem Kinoerlebnis teilhaben können. Der Fachbegriff für diese Beschreibungen ist Audiodeskription. „Hörfilm im Kleisthaus“ lädt seit 2007 regelmäßig blinde, sehbehinderte und sehende Besucher zum gemeinsamen Erleben von großen Kinofilmen mit Audiodeskription ein.
Quelle: Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen
Hwelt
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