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Bundesregierung verkennt Chancen und Potenziale nachhaltiger Inklusionspolitik |
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Montag, 19 Dezember 2011 |
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Bonn - Der Ausstieg des Bundes aus der Finanzierung des KfW - Programmes zur Förderung altersgerechten Wohnens wird von der Bundesvorsitzenden des BDH Bundesverband Rehabilitation, Ilse Müller, kritisiert. Die Bundesregierung bremse die Inklusionspolitik mit diesem Schritt massiv aus:
"Die Alterung unserer Gesellschaft bringt es mit sich, dass Wohnraumsanierungen, neben energetischen Aspekten, immer häufiger die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung berücksichtigen müssen. Öffentliche Investitionen in die Umsetzung barrierefreier Wohnungs- und Umfeldsanierungen sind unverzichtbare Hilfen zur Unterstützung einer wachsenden Zahl Betroffener. Der Ausstieg des Bundes aus der Finanzierung des KfW-Programmes verteuert nicht nur die drängenden Sanierungsprojekte. Der Ausstieg sendet einmal mehr das verheerende Signal einer "Vogel-Strauß-Politik", die die Leitlinien erfolgreicher Inklusion systematisch ausblendet. Bereits heute leben mehr als sechseinhalb Millionen Menschen in Deutschland mit einer körperlichen Behinderung. Die bislang etwa 60.000 sanierten Wohneinheiten können daher lediglich ein Anfang sein. Mit ihrem Ausstieg aus der Förderung bewegt sich die Bundesregierung auf inklusionspolitischem Crashkurs."
Sanierungsprojekte stützen die Bauwirtschaft und die angeschlossenen Branchen. Sie fördern damit die gesamtwirtschaftliche Stabilität, was angesichts wachsender ökonomischer Unsicherheiten nicht aus der Kalkulation ausgeblendet werden darf.
"Die Förderung barrierefreier Sanierung bietet auch ökonomisch großes Potenzial. Die Spezialisierung der Unternehmen und Handwerksbetriebe auf anspruchsvolles Kundenklientel bietet die Chance, neue Wertschöpfungsketten aufzubauen. Ein Ausbau des KfW-Programmes hätte damit konjunkturstabilisierende Wirkung, was angesichts einer Wachstumsprognose von nur noch 0,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) für 2012 von Bedeutung wäre", so Ilse Müller weiter.
Info: Bis zum 16.12.2011 wurden KfW-Förderkredite bis zu 50.000 Euro je Wohneinheit zu günstigen Zinssätzen angeboten. Der Bund bezuschusste Projekte mit einer Förderung bis zu 5 % der förderfähigen Kosten und maximal 2.500,- Euro je Wohneinheit.
Quelle: BDH BUNDESVERBAND REHABILITATION
Hwelt
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