Aktuelles zum Pflegekomplexmaßnahmen Score Drucken E-Mail
Dienstag, 12 Oktober 2010
Berlin – „Mit dem OPS 9-20 wurde im G-DRG- System ein deutlicher Schritt zur Anerkennung der aufwendigen und komplexen Leistungen der Pflegenden getan“, so Andreas Westerfellhaus, Präsident des DPR. Es ist eine hohe Motivation des Pflegepersonals zu verzeichnen, sich in die weitere Ausgestaltung eines lernenden Systems einzubringen, so Westerfellhaus weiter. Aus der Praxis wurden aber auch konstruktive Handlungsbedarfe signalisiert, die einer dringenden Klärung hinsichtlich des administrativen Aufwandes und der inhaltlichen Definition des hochkomplexen Instruments Pflegekomplexmaßnahmen Scores bedurften. Kritisch hinterfragt wurde auch die Relation von Aufwand und Nutzen der Implementierung des hochkomplexen Instruments PKMS.


Die Praxisumsetzung zeigte, dass die hochaufwendige Pflegearbeit auf die Vielzahl der Erkrankungen mit dem Grundmodul des PKMS nicht alleine abdeckbar sein kann – betroffen davon sind insbesondere die Bereiche der Frührehabilitation, die Versorgung von Querschnittsgelähmten sowie die zukünftige Abbildung der Pflegeleistungen in der Psychiatrie.

Der DPR hat zur Weiterentwicklung des Pflegekomplexmaßnahmen Scores einen Lenkungsausschuss DRG unter Leitung der Vizepräsidentin des DPR, Frau Ricarda Klein, gegründet. Das Lenkungsgremium arbeitet engmaschig mit einer Expertengruppe bestehend aus Vetretern aus der Pflegepraxis sowie Pflegewissen- schaftlern, zusammen. Die Zusammenarbeit mit Frau Dr. Pia Wieteck wurde im beiderseitigen Einvernehmen im Juli 2010 gelöst. Der DPR bewertet unverändert den OPS 9-20 als Meilenstein für die Pflege im Krankenhaus. Dies geschieht im Verständnis eines ‚lernenden Systems – wie im DRG-System insgesamt. Das heißt, Weiterentwicklung und Anpassung müssen erfolgen. Vor diesem Hintergrund besteht weiterhin Schulungsbedarf, auch wenn Inhalte der Schulungen parallel zur Weiterentwicklung ggf. angepasst werden müssen.

Quelle: Der Deutsche Pflegerat e.V. (DPR)

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Lutz Weiler   |82.83.57.xxx |2010-10-13 06:17:48
Die Zusammenarbeit mit Frau Dr. Pia Wieteck wurde im beiderseitigen
Einvernehmen im Juli 2010 gelöst.

Das ist doch wohl der zentrale Satz in dem Artikel. Interessant ist, dass
dis schon im Juli geschah und im Oktober
informiert wird.

Wahrscheinlich kommt PKMS jetzt auf den Prüfstand,
die Dokumentationsanforderungen sind in der Praxis der absolute Irrsinn (6
Seiten pro Patient).
Annette Brüning   |217.6.182.xxx |2010-10-13 10:55:04
Frau Dipl.-med. Anke Wittrich (Mitglied des DPR) sagte auf der Tagung der DGfM
in Frankfurt am 1.10.2010 als Referentin zu diesem Thema auf eine Frage aus dem
Publikum, wie es denn weitergeht mit PKMS und was man tun soll, .... es werde
Änderungen geben und man solle doch erst mal abwarten....
Das führte zu einem
Aufschrei im Publikum.
Herr Heimig vom Inek sagte allerdings, das man auf jeden
Fall weiter machen soll.

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