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Montgomery: Praxisgebühr in den Orkus der Geschichte |
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Dienstag, 10 Januar 2012 |
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Berlin - „Die Praxisgebühr vergiftet das Verhältnis von Ärzten und Patienten, verursacht immense Bürokratiekosten und hat nicht den geringsten Steuerungseffekt gebracht“, sagte Bundesärztekammer-Präsident Frank Ulrich Montgomery in einem Interview mit dem Nachrichtemagazin „Focus“ (09.01.2012). „Die Praxisgebühr hat ihre Untauglichkeit bewiesen. Man sollte sie in den Orkus der Geschichte schmeißen.“ Auch der Vorschlag "fünf Euro pro Arztbesuch" tauge nicht. „Genau bei den chronisch Kranken, bei denen wir steuern müssten, haben wir aus gutem Grund Härtefallregelungen.“ Das ganze Modell funktioniere nicht.
Ein Großteil der Arztbesuche seien administrative Besuche, weil Patienten eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung oder ein Verlängerungsrezept brauchen. „Wenn man die Ärzte von Bürokratie befreien würde, könnte man enorm viele Arztbesuche einsparen.“, sagte der Ärztechef.
Quelle: Bundesärztekammer
Hwelt
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