|
Inklusion ist Gewinn für alle Menschen |
|
|
|
Donnerstag, 15 Dezember 2011 |
|
Berlin - Inklusive Sozialräume bieten ein barrierefreies Lebensumfeld, das alle Menschen mit und ohne Behinderungen, alte und junge Menschen, Menschen mit oder ohne Migrationshintergrund selbstbestimmt gemeinsam nutzen und mitgestalten können. Zur Schaffung inklusiver Sozialräume braucht es eine gemeinsame Strategie aller Akteure vor Ort.
„Gelingt Inklusion nicht, sind Vernachlässigungen und Ausgrenzungen zu befürchten. Reparaturarbeiten zum Aufholen missglückter Inklusion sind aufwendig und können kostspielig werden. Gelingt Inklusion, wird die Gesellschaft durch ihre Vielfalt bereichert. Es besteht weniger Anpassungsdruck und Solidarität wird gelebt“, begründet Wilhelm Schmidt, Präsident des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V., die kürzlich verabschiedeten Eckpunkte für einen inklusiven Sozialraum.
Inklusive Sozialräume sind vielfältig und regional unterschiedlich gestaltbar. Zu den Merkmalen gehören Gleichbehandlung und Nicht-Diskriminierung, Barrierefreiheit und Kultursensibilität, Begegnungs-, Netzwerk-, Beratungs- und Unterstützungsstrukturen sowie Partizipation an Planungs-, Gestaltungs- und Entscheidungsprozessen. Leitprinzipien sind eine Haltung, die Alle einbezieht und Niemanden ausschließt, Wertschätzung von Vielfalt und umfassende Teilhabe.
In seinen Eckpunkten beschreibt der Deutsche Verein zwölf Handlungsstrategien zum Auf- und Ausbau inklusiver Sozialräume. Die Handlungsstrategien orientieren sich an den genannten Merkmalen und geben Hilfestellung bei der Umsetzung.
Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. ist das gemeinsame Forum von Kommunen und Wohlfahrtsorganisationen sowie ihrer Einrichtungen, der Bundesländer und Vertreter der Wissenschaft für alle Bereiche der sozialen Arbeit und der Sozialpolitik. Er begleitet und gestaltet durch seine Expertise und Erfahrung die Entwicklungen u.a. der Kinder-, Jugend- und Familienpolitik, der Sozial- und Altenhilfe, der Grundsicherungssysteme und der Pflege und Rehabilitation.
Quelle: Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V.
Hwelt
|