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Westerstede – eine Stadt denkt um |
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Dienstag, 06 Dezember 2011 |
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Bisher gibt es nur wenige Städte, in denen die Verantwortlichen sich konsequent dafür einsetzen, das Konzept von ‘Daheim statt Heim’ Wirklichkeit werden zu lassen. Eine davon ist Westerstede im Nordwestern Niedersachsens. Den Machern des regionalen Ablegers der Bundesinitiative ist es mit unermüdlicher Arbeit und klugen Ideen gelungen, die Gemeinde mitzunehmen auf dem Weg zu einer neuen, an den Menschen orientierten Altenarbeit. Dahinter steht die Erkenntnis, dass man „Sozialarbeit nicht nur über Gesetze machen kann“, wie Heidrun Hamjediers, Sozialdezernentin von Westerstede und Beisitzerin von Daheim statt Heim sagt.
Und: „Die Verwaltung muss heute nicht mehr Verordner, sondern eher Moderator sein.“ In dieser Rolle sieht sich auch Bürgermeister Klaus Groß, der ‘Daheim statt Heim’ nach Kräften unterstützt. Die Westersteder haben vieles, was in der Sozialpolitik aktuell diskutiert wird, weitergedacht. Herausgekommen ist unter anderem die ‘Zeitbank’, ein Modell, bei dem Menschen, die anderen helfen, ein Stundenguthaben ansparen. Dieses Guthaben kann von ihnen selbst verbraucht, also abgehoben werden, aber auch von anderen, etwa der eigenen Mutter. Auf diese Weise entwickelt sich ein Hilfesystem, das sehr effizient jenseits des normalen Geldkreislaufs funktioniert. Martina Steguweit-Behrenbeck, Mitstreiterin und ‘Motor’ von Daheim statt Heim in Westerstede: „Es geht darum, auch jenen Menschen ein selbst bestimmtes Leben zu ermöglichen, die weder über finanziellen noch über familiären Reichtum verfügen.“ Die Zeitbank mache auch Gestaltungslücken sichtbar und schließe sie: „Es gibt in der Sozialpolitik viele wichtige Aufgaben, für die niemand zuständig ist.“
Quelle: Silvia Schmidt
Hwelt
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