Schizophrenie und bipolare Störungen Drucken E-Mail
Freitag, 28 Oktober 2011
Schizophrenie und bipolare Störungen sind schwere psychische Erkrankungen. In Deutschland werden pro Jahr etwa 13.000 Menschen erstmals mit dieser Diagnose konfrontiert. Die Betroffenen sind zeitweise nicht in der Lage, zwischen Wirklichkeit und Fantasie zu unterscheiden. Menschen mit bipolaren Störungen leiden unter extremen, in Phasen verlaufenden Stimmungsschwankungen. Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehören bipolare Störungen zu den zehn Erkrankungen, die weltweit am häufigsten zu andauernder Behinderung führen.


In zwei Forschungsstudien beleuchtet nun die Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie die Hintergründe dieser Erkrankungen. Zu diesem Zweck wird die Gehirntätigkeit von Patienten mit Schizophrenie und von Patienten mit bipolaren Störungen sowie von gesunden Vergleichspersonen mithilfe der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) untersucht.

Schizophrenie-Studie in drei Sitzungen

Für die erste Studie werden Patienten mit der Diagnose einer Schizophrenie, Angehörige von schizophrenen Patienten und gesunde Kontrollpersonen gesucht. Bei einem ersten Termin bearbeiten die Probanden nach der Durchführung psychologischer Tests einige Aufgaben zur Gedächtnisleistung (kognitive Testung). Am zweiten und dritten Termin findet die Aufnahme der Gehirnstruktur und -funktion mit Hilfe der Magnetresonanztomographie (MRT) statt, während die Probanden ebenfalls eine Gedächtnisaufgabe bearbeiten. Dabei wird untersucht, wie durch die Bearbeitung der Aufgaben die verschiedenen Gehirnareale beansprucht werden.

Studie zur bipolaren Störung in zwei Sitzungen

Für die zweite Studie werden Patienten mit der Diagnose einer affektiven bipolaren Störung, Angehörige von bipolaren Patienten und gesunde Kontrollpersonen gesucht. Die Probanden bearbeiten bei einem ersten Termin nach einigen psychologischen Tests eine Gedächtnisaufgabe am Computer, während bestimmte psychophysiologische Werte (Herzrate, Hautleitfähigkeit etc.) abgeleitet werden. Im Rahmen eines zweiten Termins findet eine MRT statt, während sich die Probanden auch mit einer Gedächtnisaufgabe beschäftigen. Auch hier soll geprüft werden, wie durch die Bearbeitung der Aufgaben die verschiedenen Gehirnareale beansprucht werden.

Quelle: Klinikum der J. W. Goethe-Universität Frankfurt

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