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Montgomery: PID lässt sich angesichts des wissenschaftlichen Fortschritts nicht verhindern |
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Dienstag, 28 Juni 2011 |
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Berlin - „Ich persönlich, als Mensch, bin gegen die PID. Aber angesichts des wissenschaftlichen Fortschritts werden wir sie nicht verhindern können“, sagte Bundesärztekammer-Präsident Dr. Frank Ulrich Montgomery in einem Interview mit der FAZ am Sonntag (26.06.). „Und: Weil die Pränataldiagnostik zulässig ist, also die PND, nach der behinderte Embryonen abgetrieben werden dürfen, ist es nur logisch, dass man die PID bei bestimmten Indikationen zulässt.“ Mit der Ethikkommission wolle die Bundesärztekammer ein Gremium schaffen, das das Verfahren wenigstens auf die notwendigen Fälle begrenze. „Wir wollen auf keinen Fall, dass die PID standardmäßig benutzt wird, um bei jeder In-vitro-Befruchtung die Chancen zu erhöhen“, so Montgomery.
Ärzte sollen in Ethikkommissionen diese Fälle einzeln prüfen und die Paare beraten. „Man muss die Paare aufklären, auf was sie sich einlassen“, sagte der Ärztepräsident. Er persönlich sei ein „Gegner der bewussten Selektion durch den Menschen nach willkürlich aufgestellten Kriterien“. Es bestehe die Gefahr, dass man „am Ende die Fragen nach dem Designerbaby und dem Retterbaby nicht mehr zurückweisen kann“. Das Risiko bestehe, dass die PID für immer mehr Fälle angewandt werde. „Wir leben in einer Welt der Salami-Ethik, wo Stückchen für Stückchen abgeschnitten wird. Heute werden 95 Prozent der Kinder mit Down Syndrom abgetrieben“, erklärte Montgomery.
Quelle: Bundesärztekammer
Hwelt
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