Raus aus der globalen Bildungsmisere Drucken E-Mail
Freitag, 20 Mai 2011
Hamburg - Zur Schule gehen und einen Beruf erlernen - davon können viele Mädchen in Entwicklungsländern nur träumen: Von weltweit 69 Millionen Kindern, die keine Schule besuchen können, sind 54 Prozent Mädchen.


Die Globale Bildungskampagne appelliert an die Bundesregierung, die Lernchancen von Mädchen in Entwicklungsländern zu verbessern. Unter dem Motto "Erzähle uns eine Geschichte - Bildung für Mädchen und Frauen weltweit" macht das Bündnis aus Bildungsgewerkschaften, Entwicklungs- und Kinderrechtsorganisationen bis Ende Mai auf die desolate Bildungssituation von Mädchen weltweit aufmerksam. Bundesweit wurden Geschichten von Mädchen und Frauen zum Thema Bildung gesammelt, um sie nach Abschluss der Aktionswochen an die Bundesregierung zu übergeben.

An der Aktion beteiligte Schülerinnen und Schüler aus Hamburg hatten nun die Gelegenheit, sich mit Abgeordneten aus Land und Bund über das Thema auszutauschen. Im Rahmen der Aktionswochen veranstalteten das Kinderhilfswerk Plan International Deutschland und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Donnerstag, den 19. Mai, im Hamburger Curio-Haus eine Matinee.

Ulrich Thöne, Vorsitzender der GEW: "Um das Millenniumsziel 'Bildung für Alle' zu erreichen, muss die Bundesregierung ihrem Versprechen von 2000 endlich Taten folgen lassen und jedem Kind bis 2015 einen gebührenfreien Zugang zu Bildung ermöglichen. Das ist nicht nur ein Gebot von Menschenwürde, sondern auch für die Entwicklung eines Landes grundlegend."

Maike Röttger, Geschäftsführerin von Plan: "Besonders im Bereich Bildung sind viele Mädchen immer noch extrem benachteiligt. Dabei spielen gerade Mädchen und Frauen eine zentrale Rolle, wenn es um die Überwindung von Armut geht. Sie an Bildung zu beteiligen, ist für die Zukunft aller unabdingbar."

Zwei der gesammelten Geschichten wurden am Donnerstag von Schülerinnen der Hamburger Klosterschule und der Schauspielerin Sandra Keck vom Ohnsorg-Theater im Curio-Haus vorgetragen. Auch die Diskussionsrunde zwischen den Hamburger Schülern und den Abgeordneten aus Bürgerschaft und Bundestag trug zum Gelingen der Matinee bei.

Quelle: Plan International Deutschland e.V.

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