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Vernetzen und Vielfalt gestalten |
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Mittwoch, 04 Mai 2011 |
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In ihrer ersten regionalen Auftaktveranstaltung präsentierte die Aktion Mensch am Dienstag in Berlin ihr neues Förderprogramm. Im Mittelpunkt steht die Vernetzung von Akteuren aus der Behindertenhilfe und -selbsthilfe mit Organisationen, die bisher noch nicht in diesem Bereich tätig waren.
Dabei werden insbesondere Projekte gefördert, die die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in den Bereichen Arbeit, Wohnen, Freizeit, Barrierefreiheit und Bildung unterstützen. "All diese Lebensbereiche der Konvention stehen gleichwertig nebeneinander", so Martin Georgi, Vorstand der Aktion Mensch, heute in Berlin. "Allerdings legt eine inklusive Bildung schon in der Schule eine positive Grundlage für eine inklusive Gesellschaft. Bildung hat in unserer Gesellschaft eine hohe emanzipatorische Wirkung."
Wie die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in allen Bereichen gelingen kann, machen fünf regionale Projektbeispiele deutlich, die bei der Auftaktveranstaltung vorgestellt werden.
Die Integrationsgesellschaft Mosaik-Services zum Beispiel bringt nachhaltig Menschen mit Behinderung in Arbeit. Im Bereich der Berliner Spitzengastronomie hat sie gleich 15 Arbeitsplätze geschaffen: Seit sieben Jahren arbeiten Menschen mit schwerer Behinderung im Café Konzerthaus am Gendarmenmarkt und im Café Dix in der Berlinischen Galerie zu Bedingungen des ersten Arbeitsmarktes. Gemeinsam mit den Mitarbeitern ohne Behinderung organisieren sie regelmäßig Bankette und Großveranstaltungen, wie zum Beispiel die Verleihung der Goldenen Kamera.
Weiter stellen die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben, der Behindertenverband Leipzig, die Deutsche Jugendfeuerwehr und der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin erfolgreiche Projekte vor, die dem Inklusionsgedanken folgen.
Das neue Förderprogramm der Aktion Mensch besteht aus zwei Ansätzen:
Die Förderaktion "Miteinander gestalten" richtet sich an Akteure der Behindertenhilfe und -selbsthilfe sowie der Kinder- und Jugendhilfe. Gemeinsam mit Organisationen, die in diesem Bereich bisher noch nicht tätig waren, können sie sich in neuen Projekten engagieren. Das kann zum Beispiel die Gründung einer Band für Menschen mit und ohne Behinderung sein oder ein gemeinsamer Kochkurs. Diese bezuschusst die Aktion Mensch mit einem Betrag von bis zu 4.000 Euro.
Das Förderprogramm "Inklusion" hat das Ziel, Vernetzungsstrukturen zu schaffen. Hierfür werden im Jahr 2011 Planungsaktivitäten mit bis zu 15.000 Euro gefördert. Die Anträge müssen von Organisationen der Behindertenhilfe und -selbsthilfe gemeinsam mit Initiativen z.B. aus dem Sozialwesen, Wirtschaft oder Sport kommen.
In diesen Vernetzungsforen sollen die Akteure passende Partner vor Ort finden, um später gemeinsam ein Konzept zur lokalen Umsetzung von Inklusion zu entwickeln. Ab 2012 fördert die Aktion Mensch solche Projektideen mit bis zu 250.000 Euro über einen Zeitraum von maximal drei Jahren.
Weitere Informationen zur Förderung sind online abrufbar unter foerderung.aktion-mensch.de, Anträge können unter antrag.aktion-mensch.de gestellt werden.
Quelle: Aktion Mensch
Hwelt
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