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Familien im Therapiestress. Eine 37 Grad Dokumentation heute Abend, 22.15 Uhr im ZDF. Der Film handelt von drei Familien mit Kindern, die auffallen, weil ihre Kinder nicht der Norm entsprechen. Eine Odyssee von Diagnosen und Therapien beginnt. 37 Grad beobachten den Alltag der Kinder in Therapie, Familie und Schule. Wie ist es für Eltern, wenn sie die Entwicklung ihrer Kinder Fachleuten überlassen sollen und welchen Preis zahlen die Kinder für den Erfolg?
Der 13-jährige William führt gern Selbstgespräche. "Ich kann dann alles besser verarbeiten", sagt er. Aber seine Umwelt stört sich daran. Schon im Kindergarten mischten sich Erzieherinnen ein und schlugen diverse Therapien vor. Es folgte eine Odyssee von Arztbesuchen: Ein Therapeut stellte die Diagnose emotionale Angststörung, ein anderer tippte auf ADS oder das Asperger Syndrom. Nach der Grundschule kommt William auf die Förderstufe der Haupt- und Realschule. Hier hat er Schwierigkeiten mit seinen unmotivierten Klassenkameraden. "Wollen sie denn nichts wissen? Ich bin doch in der Schule, um zu lernen!" Erst ein Intelligenztest zeigt, wie begabt William eigentlich ist und dass er grundsätzlich falsch eingeschätzt wurde. Nun darf er aufs staatliche Gymnasium Butzbach gehen. Hier fühlt William sich wohl und findet Freunde, die ähnliche Interessen haben. Williams zehnjährige Schwester Anna leidet unter einer Leserechtschreibschwäche. "Ich hab immer gedacht, ich wäre dumm, weil ich nicht so gut lesen und schreiben kann wie die anderen, aber jetzt weiß ich, dass ich LRS habe." Sie geht einmal in der Woche zu einer Lerntherapeutin. Ihre Eltern sind froh, dass ihrer Tochter endlich geholfen wird. Aber sie kritisieren auch die Schule: "Früher war es Aufgabe der Lehrer, Kindern bei Schwächen zu helfen. Heute müssen wir die Förderung bei Therapeuten suchen und selbst bezahlen, damit unsere Kinder mithalten können!" Weitere Informationen zur 37 Grad Dokumentation unter 37grad.zdf.de Quelle: ZDF
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