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Hoppe rechnet mit Richtungswechsel in der Ärzteschaft bei PID |
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Dienstag, 04 Januar 2011 |
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Berlin - Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe rechnet mit einem Richtungswechsel in der deutschen Ärzteschaft bei der umstrittenen Präimplantationsdiagnostik (PID). „Ich gehe davon aus, dass sich der nächste Ärztetag für die Zulassung der PID in engen Grenzen aussprechen wird“, sagte er in einem Interview mit der Frankfurter Rundschau (27.12.2010). „Die Pränataldiagnostik ist heute nicht mehr wegzudenken. Würde man die PID verbieten, gäbe es eine unlogische Diskrepanz. Warum sollte es untersagt sein, einen Embryo vor der Einpflanzung in den Mutterleib auf genetische Schäden zu untersuchen, wenn gleichzeitig bei einer festgestellten Behinderung Spätabtreibungen erlaubt sind?“ Der BÄK-Präsident betonte: „Mir wäre es am liebsten, es gäbe weder die PID noch die Pränataldiagnostik.“
Hoppe hält es für „nicht unwahrscheinlich“, dass sich der Bundestag für eine Zulassung der PID in engen Grenzen ausspricht. „Sinnvoll ist dann der Vorschlag, die PID auf wenige spezialisierte Zentren zu begrenzen und bei jedem Fall eine Ethikkommission einzuschalten.“ Designerbabys wolle nun wirklich niemand, erklärte er. Sollte das Parlament doch für ein Verbot der PID stimmen, bliebe für erblich vorbelastete Paare nur die Pränataldiagnostik, um Schädigungen des Kindes feststellen zu können. „Oder die Betroffenen gehen für eine PID ins Ausland, wenn sie genügend Geld haben.“ Beide Optionen wären für die Eltern belastend, erklärte der Ärztepräsident.
Quelle: BÄK
Hwelt
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