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Moderne Technik erleichtert sehbehinderten Menschen den Alltag |
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Freitag, 12 November 2010 |
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Marburg - In Deutschland leiden mehr als 1 Million Menschen an einer starken Sehbeeinträchtigung, 150.000 sind sogar blind. Krankheiten wie Diabetes oder die Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) führen besonders bei älteren Personen zu massiven Sehproblemen. Das Lesen der Tageszeitung oder von Büchern wird so zur Qual oder ist ganz unmöglich. Auch die Arbeit am Computer oder die selbstständige Orientierung in fremder Umgebung sind in vielen Fällen stark erschwert bzw. nicht mehr möglich. Moderne elektronische Hilfsmittel können in diesen Fällen dazu beitragen, wenigstens einen Teil dieser Schwierigkeiten zu lösen und trotz der starken Sehbehinderung ein aktives Leben zu führen. Mit einem Bildschirmlesegerät kann man zum Beispiel die gewohnte Tageszeitung wieder lesen und ein so genannter „Daisyplayer“ ermöglicht das Abspielen von Hörbüchern, die speziell für sehbehinderte Menschen produziert und kostenlos bereitgestellt werden. Auch das mobile Telefonieren und Surfen im Internet ist dank spezieller Soft- und Hardwarelösungen auch für blinde Menschen möglich und selbst das neueste iPhone 4 hat das Sprechen gelernt.
Einen Überblick über die neuesten Entwicklungen bei elektronischen Hilfsmitteln für sehbehinderte Menschen bietet die Marburger Ausstellung „RehaFair“ am 19. November 2010. Bereits zum 19. Mal wird diese Messe, die zu den bedeutendsten in Deutschland gehört, von der Deutschen Blindenstudienanstalt e.V. (blista) ausgerichtet. In diesem Jahr zeigen 18 namhafte Firmen die breite Palette ihrer Produkte.
Die Ausstellung findet auf dem Gelände der Deutschen Blindenstudienanstalt (blista), Sporthalle der Carl-Strehl-Schule, Am Schlag 8, 35037 Marburg, statt und ist von 9.00 - 17.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Ein besonderer Service für die Ausstellungsbesucher ist eine Rechtsberatung vor Ort. In der Zeit von 10:00 bis 16:00 Uhr gibt die Rechtsberatungsgesellschaft „Rechte behinderter Menschen“ Rat und Tipps rund um die Beantragung von Hilfsmitteln bei Krankenkassen oder anderen möglichen Kostenträgern.
Eine Ausstellerliste gibt es unter www.blista.de.
Quelle: BLISTA
Hwelt
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