Verkehrsministerkonferenz behält barrierefreien Schienenpersonennahverkehr auf Tagesordnung Drucken E-Mail
Donnerstag, 11 November 2010
Die Verkehrsministerkonferenz will sich nach einem Beschluss ihrer Herbstkonferenz weiter mit barrierefreiem Schienenpersonennahverkehr beschäftigen, darauf machte der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe, aufmerksam.


Unter anderem regt die Verkehrsministerkonferenz an, Spezifikationen der Schienenfahrzeuge gegenüber der einschlägigen europäischen Richtlinie, der sogenannten „TSI-PRMTechnical Specification for Interoperability for Persons of Reduced Mobility“ in Abstimmung mit den Verbänden behinderter Menschen zu ergänzen. Zuvor hatte der Beauftragte die Verkehrsministerkonferenz auf die problematische Situation unterschiedlicher Standards im Schienenpersonennahverkehr hingewiesen und darum gebeten, das Thema auf die Tagesordnung zu setzen. „Es muss einheitliche und hohe Standards im Schienenpersonennahverkehr über Grenzen von Bundesländern hinweg geben. Andernfalls werden für Jahrzehnte Fakten geschaffen, solange die neu angeschafften Züge rollen“, verwies [[Hubert Hüppe] darauf, dass sich Länder, beziehungsweise Landesnahverkehrsgesellschaften, untereinander derzeit hinsichtlich der eingesetzten Züge kaum abstimmten.

Ein weiteres Problem seien unterschiedliche Bahnsteighöhen und teilweise nicht ausreichend geschultes Zugpersonal, wenn überhaupt vorhanden, so der Beauftragte. Zur Problematik unterschiedlicher Bahnsteighöhen weist die Verkehrsministerkonferenz im Beschluss der Herbstkonferenz darauf hin, dass „es voraussichtlich nicht gelingen wird, einheitliche Bahnsteighöhen in Deutschland zu realisieren“ und verweist auf fahrzeuggebundene Einstiegshilfen. „Trotz des zurückhaltenden Beschlusses hinsichtlich der Bahnsteighöhen freut mich, dass sich die Verkehrsministerkonferenz weiter mit barrierefreiem Schienenpersonennahverkehr beschäftigen wird und Experten der Verbände behinderter Menschen, die sich mit der Thematik seit langem beschäftigen, aktiv einbeziehen will. Ich erhoffe mir, dass jetzt greifbare Resultate für mehr Barrierefreiheit folgen“, betonte Hubert Hüppe.

Quelle: Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen

Hwelt

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