Lebenshilfe fordert Verbot der PID Drucken E-Mail
Freitag, 29 Oktober 2010
In der aktuellen Debatte nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) vom Juli zur Präimplantationsdiagnostik (PID) mehren sich die Stimmen gegen eine Zulassung in Deutschland. Behinderungen, die mit dieser Methode verhindert werden sollen, erhalten das Etikett, mit ihnen sei das Leben „nicht lebenswert“.


Die Bundesvereinigung Lebenshilfe sieht dadurch die Solidarität mit behinderten Menschen gefährdet und fordert ein Verbot der PID. So spricht sich Jeanne Nicklas-Faust, stellvertretende Bundesvorsitzende der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung und Mutter einer schwer behinderten Tochter, in einem gestern um 21.15 Uhr ausgestrahlten Beitrag des ZDF-Magazins „Reporter“ gegen die Zulassung der PID aus: „Damit wird das Eltern-Kind-Verhältnis grundlegend geändert, die Annahme eines Kindes wird unter die Bedingung gestellt, dass es nicht behindert ist. Dabei ist es gerade im Eltern-Kind-Verhältnis so, dass bedingungslose Liebe und Annahme dazu gehört.“

Quelle: Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V.

Hwelt

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