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Am Mittwoch werden die 26 Mitglieder des künftigen Deutschen Ethikrats bestimmt. Das Gremium folgt dem 2001 vom damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) eingesetzten Nationalen Ethikrat und hat - anders als der erste Rat - eine gesetzliche Grundlage. Regierung und Bundestagsfraktionen nominieren je 13 Mitglieder, dabei die Koalitionsfraktionen je fünf, die kleineren Fraktionen je einen. Die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) stellt die 26 Mitglieder vor, die nach den Klärungsgesprächen im Kreis der Fraktionen vorgeschlagen wurden. In Klammern wird benannt, welche Seite - ob Regierung oder eine der Fraktionen - den Experten vorschlägt:
Hermann Barth, evangelischer Ethiker und Präsident des Kirchenamts der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Seit 2004 Mitglied des Nationalen Ethikrats (Regierung);
Axel Bauer, Mediziner. Leiter des Fachgebiets Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin an der Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg (Unionsfraktion);
Alfons Bora, Bielefelder Soziologe und Jurist. Ausgewiesener Experte für Technikfolgenabschätzung (SPD-Fraktion);
Wolf-Michael Catenhusen, Lehrer, SPD-Politiker. Von 1980 bis 2002 Mitglied des Bundestages, von 1998 bis 2005 Forschungs-Staatssekretär (Regierung);
Stefanie Dimmeler, Biologin und Biochemikerin. Professorin für Molekulare Kardiologie an der Universität Frankfurt (Unionsfraktion);
Frank Emmrich, Immunologe. Interdisziplinäres Zentrum für klinische Forschung der Universität Leipzig (Linksfraktion);
Volker Gerhardt, Berliner Philosoph mit Schwerpunkt Bioethik, Kant- und Nietzsche-Experte. Seit 2001 Mitglied des Nationalen Ethikrats (SPD-Fraktion);
Matthias Herdegen, Bonner Jurist. Direktor des Instituts für Öffentliches Recht sowie Direktor am Institut für Völkerrecht der Universität Bonn. 2003 legte er eine kontrovers diskutierte neue Kommentierung von Artikel 1 des Grundgesetzes («Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt») mit einem gestuften Würdekonzept vor (Unionsfraktion);
Christoph Kähler, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen. Ausgebildeter Elektromonteur und Theologe. Stellvertretender Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (Unionsfraktion);
Regine Kollek, Professorin für Technologiefolgenabschätzung der modernen Biotechnologie in der Medizin an der Universität Hamburg. Seit 2001 Mitglied des Nationalen Ethikrats, bis 2005 dessen stellvertretende Vorsitzende (Regierung);
Anton Losinger, katholischer Weihbischof der Diözese Augsburg. Promovierter Theologe und Volkswirt, seit 2005 Mitglied des Nationalen Ethikrats (Unionsfraktion);
Weyma Lübbe, Leipziger Philosophin. Professorin für praktische Philosophie an der Universität Leipzig. Forschungsschwerpunkt Allokationsethik (Regierung);
Eckhard Nagel, Bayreuther Mediziner, promovierter Philosoph. Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentages 2005 in Hannover, evangelischer Präsident des Ökumenischen Kirchentages 2010 in München. Mitglied des Nationalen Ethikrats seit 2001, bis 2005 dessen stellvertretender Vorsitzender (Regierung);
Peter Radtke, promovierter Literaturwissenschaftler, Schriftsteller, Schauspieler. Von Geburt an an Glasknochenkrankheit erkrankt, seit 2003 Mitglied des Nationalen Ethikrats (Regierung).
Jens Reich, Berliner Molekularbiologe. Seit 2001 Mitglied des Nationalen Ethikrats, seit 2005 dessen stellvertretender Vorsitzender (Regierung);
Ulrike Riedel, Juristin. Von 1991 bis 1996 Umwelt-Staatssekretärin in Hessen und Justiz-Staatssekretärin in Sachsen-Anhalt, von 2001 bis 2005 Mitglied der Bioethik-Enquetekommission des Bundestages (Grünenfraktion);
Edzard Schmidt-Jortzig, Jurist, FDP-Politiker. Von 1996 bis 1998 Bundesjustizminister, von 1997 bis 2004 Mitglied der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland, 2003 kurzzeitig Mitglied der Bioethik-Enquetekommission des Bundestages (FDP-Fraktion);
Jürgen Schmude, Jurist, SPD-Politiker. Von 1969 bis 1994 Mitglied des Bundestages, von 1978 bis 1982 Bundesminister (zunächst Bildung und Wissenschaft, dann Justiz, dann kurzzeitig auch für Inneres). Von 1985 bis 2003 Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland, seit 2005 Mitglied des Nationalen Ethikrats (Regierung);
Eberhard Schockenhoff, katholischer Moraltheologe in Freiburg. Seit 2001 Mitglied des Nationalen Ethikrats, seit 2005 dessen stellvertretender Vorsitzender (Regierung);
Bettina Schöne-Seifert, Medizinerin. Professorin für Medizinethik in Münster, Mitglied des Nationalen Ethikrats seit 2001 (Regierung);
Spiros Simitis, Jurist. Von 1975 bis 1991 hessischer Landesbeauftragter für den Datenschutz, von 2001 bis 2005 Vorsitzender des Nationalen Ethikrats (SPD-Fraktion);
Erwin Teufel, CDU-Politiker. Von 1991 bis 2005 baden-württembergischer Ministerpräsident, ausgebildeter Verwaltungswirt, derzeit Philosophiestudent in München (Regierung);
Kristiane Weber-Hassemer, Frankfurter Juristin. Von 1995 bis 1999 Staatssekretärin im Hessischen Justizministerium, seit 2005 Vorsitzende des Nationalen Ethikrats (Regierung);
Gabriele Wolfslast, Giessener Juristin, Schwerpunkt Medizinrecht und Fragen der Bioethik. Bis 2002 Mitglied des dann aufgelösten Ethikbeirats des Bundesgesundheitsministeriums (SPD-Fraktion);
Christiane Woopen, Medizinerin. Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Wissenschaft und Ethik in Bonn und am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Universität Köln, dort auch ein Lehrauftrag für Medizinethik, Mitglied des Nationalen Ethikrats seit 2001 (Regierung);
Michael Wunder, Psychologe und Psychotherapeut. Leiter des Zentrums für Beratung, Diagnostik und Psychotherapie der Evangelischen Stiftung Alsterdorf in Hamburg, in den vergangenen Legislaturperioden Mitglied der Bioethik-Enquetekommission des Bundestages (SPD-Fraktion);
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