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Zivilcourage trotz Angst vor Übergriffen |
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Freitag, 16 Juli 2010 |
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Baierbrunn - Nach dem brutalen S-Bahnmord von München-Solln vor wenigen Wochen ist in Deutschland eine hitzige Diskussion über Zivilcourage entbrannt. Ein S-Bahn-Fahrgast war Mitte September von jugendlichen Gewalttätern zu Tode geprügelt worden, nur weil er vier Kinder vor deren Angriffen hatte beschützen wollen. Seitdem stellen sich viele die Frage, wie sie wohl in einer solchen Situation reagieren würden. Kann man überhaupt noch helfen, oder begibt man sich dann selbst in Lebensgefahr?
Eine repräsentative Umfrage im Auftrag der "Apotheken Umschau", die nur wenige Tage nach der grausamen Tat erstellt wurde, zeigt, dass noch immer die Mehrheit der Deutschen zur Hilfe bereit ist. Über die Hälfte gaben an (51,7 %): "Wenn jemand in der Öffentlichkeit belästigt wird, würde ich auf jeden Fall eingreifen." Vor allem die Männer sagen von sich, solche Zivilcourage sei für sie selbstverständlich (61,8 %). Frauen sind hingegen - wohl wegen ihrer körperlichen Unterlegenheit - etwas zurückhaltender (42,2 %).
Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins "Apotheken Umschau", durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg zwischen dem 18.9.2009 und dem 9.10.2009 bei 1.914 Frauen und Männern ab 14 Jahre.
Hwelt
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