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Sportverein schließt Behinderten aus |
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Sonntag, 27 Januar 2008 |
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Der Bayerischen Rundfunk berichtete am 24. Januar in seiner Fernsehsendung "Quer" über den 12jährige Ferdinand Federlin. Der 12jährige, der das Down-Syndrom hat, darf nicht mehr an den Trainingsstunden der Ringer beim TSV Aichach teilnehmen. Die Mutter Magdalena Federlin kann den Ausschluss ihres Sohnes nicht nachvollziehen. Im benachbarten Friedberg trainiert ein behindertes Mädchen - und niemand hat ein Problem damit.
Magdalena Federlin, selbst seit über 20 Jahren zahlendes Mitglied des Sportvereins, wünscht sich das ihr Sohn einfach nur ein ganz normaler Junge sein darf. Sie kämpfte jahrelang dafür, das Ferdinand die Grundschule im Ort besuchen kann. Leider ohne Erfolg. Auch gerade deshalb sollte Ferdinand zumindest ein normales Freizeitleben in der Nachbarschaft haben. Der Vereinsvorstand Klaus Laske begründet den Ausschluss damit, das die Übungsleiter überfordert sind und der Verein nicht in der Lage sei angemessen auf den Behinderten einzugehen. Ein weiteres Argument des Vorstandes sind die akrobatischen Anforderungen bei dieser Sportart, denen jemand mit Down-Syndrom nicht gewachsen sei. Der Ausschluss ihres Sohnes hat Magdalena Federlin dazu veranlasst aus dem Verein auszutreten und die Mitgliedschaft zu kündigen. Dadurch behauptet nun der Verein auch noch das Ferdinand als Nichtmitglied gar nicht mitturnen darf und lies die Mutter mit ihrem Sohn sogar von der Polizei rauswerfen. Der Fall wirft auch die Frage auf, ob hier nicht ein Verstoss gegen das Allgemeine Gleichbehadlungsgesetz (AGG) vorliegt. Dieses soll nämlich Menschen mit Behinderung vor Benachteiligungen bewahren. Die Sendung ist als Videostream verfügbar und kann über br-online.de abgerufen werden.
Quelle: Bayerischen Rundfunk Hwelt
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