Pränataldiagnostik Drucken E-Mail
Donnerstag, 24 Januar 2008
Arbeits- und Sozialministerin Dr. Monika Stolz gab heute (23. Januar 2008) in Stuttgart den Startschuss für den Beginn von acht Modellprojekten zur Verbesserung der Beratung bei Pränataldiagnostik. Ziel der wissenschaftlich begleiteten Modellprojekte an den Standorten Stuttgart, Böblingen, Heilbronn, Karlsruhe, Mannheim, Konstanz, Ulm und Balingen ist es, wichtige strukturelle Voraussetzungen für eine frühzeitige Schwangerschaftsinformation zu schaffen. Weiteres Ziel ist es, eine interdisziplinäre Vernetzung von ärztlicher, fachärztlicher und psychosozialer Beratung und Unterstützung der werdenden Eltern zu erreichen, wenn die pränatale Diagnostik zu einem krankhaften Befund führt.


„Zum Schutz des ungeborenen Lebens sollen die schwangeren Frauen und ihre Partner durch weitergehende ergänzende Informationsangebote bei ihren schwierigen Entscheidungen vor und nach pränataldiagnostischen Maßnahmen unterstützt werden“, erläuterte Arbeits- und Sozialministerin Dr. Monika Stolz.

In der Auftaktveranstaltung dankte Sozialministerin Dr. Stolz den mitwirkenden Beraterinnen der Schwangerenberatungsstellen , dass sie sich so engagiert in der Vorbereitungsphase eingebracht und bereit erklärt haben, an dem Modellprojekt in den kommenden zwei Jahren mitzuwirken. „Ganz besonders freue ich mich, dass zur Auftaktveranstaltung viele Medizinerinnen und Mediziner verschiedener Fachrichtungen gekommen sind“, so die Ministerin weiter. Sie dankte den anwesenden Pränatalmedizinern aus Kliniken und Praxen, den Humangenetikern und niedergelassenen Frauenärztinnen und Frauenärzten für die Bereitschaft, das Modellvorhaben als regionale Kooperationspartner mit zu tragen und zu unterstützen.

Im Rahmen der Auftaktveranstaltung erläuterten die Vertreterinnen der acht Modellstandorte, mit welchen Maßnahmen sie vor Ort das Modellvorhaben umsetzen wollen und welche Kooperationen mit der Ärzteschaft aufgebaut und intensiviert werden sollen. Am Nachmittag fand die erste Arbeitsgruppensitzung statt.

Für das Modellvorhaben ist eine Laufzeit von mindestens 2 Jahren vorgesehen. Das Modellvorhaben wird durch das Institut für Psychosomatische Kooperationsforschung und Familientherapie (Prof. Dr. Cierpka) am Zentrum für Psychosoziale Medizin der Universität Heidelberg – in Kooperation mit der dortigen Frauenklinik - wissenschaftlich begleitet. Das Institut verfügt über eine 10-jährige Expertise in Bezug auf die Durchführung von Modellprojekten im Kontext von Pränataldiagnostik.

Bei der Auswahl der Modellstandorte wurden insbesondere die Trägervielfalt der Beratungsstellen, die regionale Verteilung, die regionalen Strukturen (ländliche Struktur und Ballungszentrum), die unterschiedlich vorhandenen/ nichtvorhandenen Beratungsstrukturen im Bereich der PND-Beratung sowie die fachliche Qualifikation der Beratungsfachkräfte berücksichtigt

Quelle: Ministerium für Arbeit und Soziales. Alle Rechte vorbehalten.

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