|
Internationaler Hebammentag |
|
|
|
Mittwoch, 05 Mai 2010 |
|
„Eine gute Versorgung von Schwangeren, Gebärenden und Neugeborenen ist unverzichtbar. Frauen haben heute in der Schwangerschaft einen größeren Beratungsbedarf und durch kürzere Verweildauer in den Kliniken nach der Geburt einen höheren Betreuungsbedarf. Hebammen leisten hier nicht zu ersetzende Dienste. Familien brauchen Hebammen“, sagte Sozialministerin Dr. Monika Stolz im Vorfeld des Internationalen Hebammentages am Dienstag (4.5.) in Stuttgart. Der Internationale Hebammentag wird seit 1991 alljährlich am 5. Mai, also in der Woche vor dem Muttertag, begangen. An diesem weltweiten Aktionstag informieren die Hebammen und Entbindungspfleger über ihren Berufsstand. Der Internationale Hebammentag steht dieses Jahr unter dem Motto „Die Welt braucht Hebammen, mehr denn je“.
Die Leistungen der Hebammen werden für die gesetzlich Versicherten durch die vertraglichen Leistungen aus dem von den Bundesverbänden der Hebammen und den Spitzenverbänden der Krankenkassen ausgehandelten Vertrag abgedeckt. „Auch die Leistungen der Hebammen gegenüber Selbstzahlerinnen werden künftig besser honoriert werden können. Wir haben dazu eine neue Hebammengebührenordnung erarbeitet, die in Kürze im Gesetzblatt Baden-Württemberg verkündet werden wird“, erläuterte Monika Stolz.
Die Ministerin hob hervor, dass neben der klassischen medizinischen Vor- und Nachsorge immer mehr Hebammen als fortgebildete Familienhebammen weitergehende Aufgaben übernehmen. „Die Familienhebammen und Familienkrankenschwesternsind ein wichtiger Baustein im Kinderschutzkonzept des Landes. Sie unterstützen junge Familien mit zusätzlichem Hilfebedarf über einen längeren Zeitraum. So können bereits im Vorfeld Risiken einer Überforderung der Eltern und damit einhergehender Vernachlässigung oder gar Misshandlung des Neugeborenen entgegen gewirkt werden.“
Die bereits in verschiedenen Stadt- und Landkreisen gewonnenen positiven Erfahrungen zeigten, dass es sich hierbei um ein besonders niedrigschwelliges Hilfeangebot handelt. Familien in Problemlagen werde es leicht gemacht, dieses Angebot auch anzunehmen. Das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, fördere deshalb seit 2009 die vom Hebammenverband Baden-Württemberg e.V. angebotenen Fortbildungskurse mit Landesmitteln. Zugleich unterstützt es bis 2014 im Wege der Anschubfinanzierung den Einsatz von Familienhebammen vor Ort. „Damit soll die Zahl solch fortgebildeter Familienhebammen weiter gesteigert werden. Unser Ziel ist es dass landesweit möglichst in allen Kreisen Familienhebammen etabliert werden“ so die Ministerin.
Quelle: Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Senioren Baden-Württemberg
Hwelt
|