Barrierefreier Badespaß in Münster Drucken E-Mail
Mittwoch, 21 April 2010
Die Behindertenbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit: „Bewegung, Sport und Spiel fördern die Gesundheit und tragen zu einer positiven Lebenseinstellung bei. Baden, Schwimmen und Wassersport stärken das Selbstvertrauen und Durchsetzungsvermögen, machen gute Laune und bringen viel für die Lebensqualität. Ich freue mich sehr darüber, dass in Münster ein barrierefreies Bäderangebot zur Verfügung steht, dass Ältere und Menschen mit Behinderung sehr gut nutzen können. Das Hallenbad Wolbeck verfügt über einen barrierefreien Zugang, ein taktiles Leitsystem und einen Lifter, der ins Becken fährt. Das ist vorbildlich.“, erklärte die nordrhein-westfälische Landes¬behindertenbeauftragte Angelika Gemkow am Montag in Münster.


Auf Einladung von Oberbürgermeister Markus Lewe besichtigte die Landesbehindertenbeauftragte unter anderem das Hallenbad Wolbeck und die Städtischen Bühnen. "Barrierefreiheit als Voraussetzung der uneingeschränkten Teilhabe am Gemeinwesen spielt in Münster seit vielen Jahren eine herausgehobene Rolle", erläuterte Oberbürgermeister Markus Lewe. Zum Beispiel seien in den Städtischen Bühnen in den vergangenen Jahren umfangreiche technische Hilfen unter anderem für hörbehinderte Besucherinnen und Besucher installiert wurden. Bei ihrem Besuchsprogramm in Münster wurde die Landesbehindertenbeauftragte auch von der Vorsitzenden der örtlichen "Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen", Marianne Koch, und der Behindertenbeauftragten der Stadt, Doris Rüter, begleitet.

„Im Rahmen meiner landesweiten Tour will ich auch hier in Münster anhand guter Beispiele zeigen, wie man bauliche Hürden, Stolperfallen und Hindernisse vermeiden und mehr Lebensqualität und Sicherheit für alle Menschen schaffen kann“, so Gemkow weiter. „Barrierefreiheit ist keine Sondermaßnahme für Menschen mit Behinderung. Alle Bürger profitieren von Barrierefreiheit. Barrierefreiheit ist mein Thema. Da lasse ich nicht locker. Also weg mit den Stolperfallen, Stufen, Treppen, Hürden und Hindernissen. Hinkommen, reinkommen, sich bewegen können, das ist mein Credo.“

In Nordrhein-Westfalen leben fast 1,7 Mio. Menschen mit einer Behinderung von 50 % und mehr. Von den 1,7 Mio. Menschen mit Behinderung sind 1,1 Mio. Menschen über 60 Jahre alt.

Quelle: Die Beauftragte der Landesregierung NRW für die Belange der Menschen mit Behinderung

Hwelt

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