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Freiwilliger Einsatz von "Hartz-IV"-Empfängern in Heimen |
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Dienstag, 09 März 2010 |
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Nach vorliegenden Medienberichten wurde von der SPD-Vorsitzenden in Nordrhein-Westfalen, Frau Kraft, der freiwillige Einsatz von "Hartz-IV"-Empfängern (u.a.) in Heimen vorgeschlagen. Da sich Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk als Lobby für pflegebedürftige Menschen, auch in Heimen, versteht, möchten wir den gemachten Vorschlag näher kennen lernen, um dann eine Bewertung vornehmen zu können. Ohne Einzelheiten zu kennen, halten wir den Vorschlag für eher problematisch und neigen zu einer Ablehnung.
Da es in den Heimen und Krankenhäusern einen unbestreitbaren Pflegenotstand gibt, treten wir seit längerer Zeit für den Einsatz von mehr qualifiziertem Pflegepersonal in diesen Institutionen ein und sehen allein darin eine hilfreiche Maßnahme zur besseren Versorgung der Heimbewohner und Patienten.
Darüber werden wir auch beim Pflegetreff am 27.04.2010 in Neuss-Erfttal mit dem Thema: Welche Pflege wollen wir (uns leisten)? informieren und diskutieren.
Der jetzt gemachte Vorschlag wird möglicherweise auch den Bedürfnissen der Langzeitarbeitslosen nicht gerecht.
Wir haben die SPD NRW um nähere Informationen zum unterbreiteten Vorschlag gebeten. Danach werden wir eine abschließende Bewertung vornehmen können.
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk versteht sich als Lobby (Interessenvertretung) für pflegebedürftige und behinderte Menschen (Patienten) bzw. ihrer Rechtsvertreter / (pflegenden) Angehörigen und ist bei Bedarf um Beratung und Hilfe bemüht. Dabei nimmt die Selbsthilfe einen herausragenden Stellenwert ein. Die Unterstützung bzw. Veranlassung von entsprechenden Selbsthilfeaktivitäten, z.B. regelmäßige Pflegetreffs, Gesprächskreise und sonstige Gruppentreffen, ist eine wichtige Aufgabe. Dabei stellt das Netzwerk seine Aktivitäten vor allem auf die Bedürfnisse der dementiell erkrankten Personen (= geriatrische Einschränkungen) ab.
Quelle: Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk
Hwelt
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