Interesse an Leistungen behinderter Athleten auf hohem Niveau Drucken E-Mail
Freitag, 05 März 2010
Vor den Paralympischen Spielen in Vancouver (12. – 21. März) ist das Interesse an den Leistungen von Behindertensportlern in Deutschland bereits auf einem hohen Niveau und wächst weiter. Das ist eines der Ergebnisse einer aktuellen Studie, die das Marktforschungsinstitut Sport + Markt AG durchgeführt hat. Im Rahmen der Studie wurden 1.000 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger zwischen 14 und 65 Jahren befragt. 58 Prozent wünschten sich eine Ausweitung der Medienberichterstattung über den Behindertensport. Ferner halten mehr als 90 Prozent der Befragten ein Engagement von Unternehmen im Behindertensport für sinnvoll. Die Deutsche Telekom ist der Studie zufolge der bekannteste Sponsorpartner des Deutschen Behindertensportverbands (DBS).


„Das Ergebnis der Studie im Vorfeld der Paralympics 2010 macht deutlich, dass immer mehr Menschen die Leistungen von Topathleten mit Behinderung anerkennen und an diesen Leistungen durch ein entsprechendes Medienerlebnis teilhaben möchten“, sagte DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher bei einem Pressegespräch zur Präsentation der Studie in Berlin. „Die Paralympics in Vancouver werden erneut zeigen, dass unsere behinderten Leistungssportler zu den Besten der Welt zählen. Diese Sportler müssen in Zukunft einen angemessenen Raum in den Medien erhalten. Das gebietet unser Anspruch auf Chancengleichheit und Respekt vor den Leistungen dieser Athletinnen und Athleten.“

Nach Einschätzung von 62 Prozent der bei der Studie befragten Bürgerinnen und Bürger würden sich bei einer erweiterten Medienberichterstattung noch mehr Menschen für den Behindertensport interessieren. „Deutlich mehr als die Hälfte aller Befragten ist darüber hinaus der Meinung, dass Behindertensport und Nicht-Behindertensport viel stärker miteinander verbunden sein sollten“, erläuterte Stephan Schröder, Mitglied der Geschäftsführung von Sport + Markt, bei der Präsentation der Studienergebnisse. DBS-Präsident Beucher plädierte dafür, Konzepte zu entwickeln, nach denen olympische und paralympische Spiele zeitgleich und ineinander integriert stattfinden.

Zu den wichtigsten Sponsoren des Behindertensports in Deutschland gehört die Deutsche Telekom. Das Unternehmen fördert unter anderem gemeinsam mit der Allianz 13 Sportler des German Paralympic Top Team, die bei den Paralympischen Spielen in Vancouver an den Start gehen. Stephan Althoff, Leiter Konzernsponsoring der Deutschen Telekom AG, hob bei dem Pressegespräch das große Potenzial des Sponsoring-Engagements für Behindertensportler und Unternehmen gleichermaßen hervor: „Die Studie belegt, dass es in Deutschland ein breites Interesse an den Leistungen und Ergebnissen im Behindertensport gibt. Unser Sponsoring-Engagement ist für Sportler und Unternehmen ein Gewinn. Als Sponsor übernehmen wir mit unserem Engagement gesellschaftliche Verantwortung und fördern Sportler und Sportarten, die eine Förderung verdienen und denen wir damit verbesserte Bedingungen für Training und Wettkampf ermöglichen. Gleichzeitig erzielen wir mit unserem Engagement einen klaren Imagegewinn.“

DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit von Sportlern und Verband mit Unternehmen wie der Deutschen Telekom: „Der Behindertensport steht immer noch am Anfang einer großen Entwicklung. Durch das Engagement von Partnern wie der Telekom sind wir in der Lage, die Rahmenbedingungen von Menschen mit Behinderung in der Gesellschaft zu verändern. Der Behindertensport kann von der kommunikativen Kraft der namhaften Partner nur profitieren.“

Neben dem German Paralympic Top Team fördert die Deutsche Telekom weitere Projekte im Behindertensport. „Als einer der größten Arbeitgeber in Deutschland engagieren wir uns genau da, wo für die meisten Athleten ein großer Förderbedarf besteht, nämlich in der Planung der beruflichen Karriere nach dem Sport“, führt Stephan Althoff aus. „Ferner unterstützen wir die Sportler mit unserem Telekommunikations-Know-how und attraktiven Mobilfunkangeboten zu vergünstigten Konditionen.“

Ein besonderes Augenmerk liegt auch auf dem Thema Nachwuchsförderung. Wie schon bei den Paralympischen Sommerspielen vor zwei Jahren in Peking ermöglicht die Deutsche Telekom in Vancouver zum ersten Mal bei Winterspielen ein Paralympisches Jugendlager der Deutschen Behindertensportjugend. Dabei erhalten zwölf Nachwuchssportler und ihre Betreuer die Möglichkeit, die Atmosphäre der Spiele direkt vor Ort zu erleben. Junge Sportler, die als Nachwuchshoffnungen für die Paralympischen Spiele 2012 gelten, begleitet die Telekom auch mit einem speziellen Mentorenprogramm. Im Rahmen dieses Programms stehen erfahrene Athleten ihren jungen Kolleginnen und Kollegen mit Rat und Tat zur Seite.

Das Projekt Neue Sporterfahrung an Schulen, das die Deutsche Telekom in enger Kooperation mit dem Deutschen Behindertensportverband und dem Rollstuhlsportverband durchführt, integriert Behindertensport direkt in den Schulsport. Im Rahmen eines Projekttages erhalten Schüler Einblicke in die Sportarten Rollstuhlbasketball und Goalball. Die Erfahrungen sollen den jungen Menschen ein Gefühl für die Lebenswelt behinderter Menschen geben und soziale Kompetenzen wie Fairness, Respekt und Toleranz stärken.

Quelle: Deutscher Behindertensportverband e.V.

Hwelt

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