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Skepsis gegen Sarkozys Wunsch nach Verfassungsänderung |
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Donnerstag, 10 Januar 2008 |
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Paris (KNA) Die von Staatspräsident Nicolas Sarkozy gewünschte Änderung der Präambel der französischen Verfassung stößt bei Experten auf Skepsis. Vor allem die geplante Ergänzung um einen Abschnitt zur Bioethik werde Probleme bereiten, erklärten Fachleute in der katholischen Zeitung "La Croix" (Donnerstag). Sarkozy hatte angekündigt, er wolle die Verfassungspräambel um die Gleichstellung von Mann und Frau, die Achtung der Vielfalt und Aussagen zur Bioethik erweitern. Das solle sie den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts anpassen.
Der dem französischen Ethik-Beirat angehörende Jesuit und Moraltheologe Olivier de Dinechin erklärte, er fürchte, es könnten große Prinzipien festgeschrieben werden, für die es dann später Ausnahmen gebe. Der Verfassungsrechtler Bertrand Mathieu sagte, es könne zu einem Konflikt zwischen den Grundprinzipien der Freiheit und der Menschenwürde kommen.
Die ehemalige Verfassungsrätin und frühere Europaministerin Noelle Lenoir plädierte deshalb für eine "möglichst breite Formulierung", um nicht in Konflikt mit bestehenden Regelungen zu kommen. Der Sozialist Alain Claeys forderte, zumindest ein Verbot, den menschlichen Körper nicht zu kommerziellen Zwecken zu missbrauchen, solle in die Verfassung aufgenommen werden.
Quelle:© KNA. Alle Rechte Vorbehalten Hwelt
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