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Nordrhein-Westfalen ohne Barrieren |
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Donnerstag, 21 Januar 2010 |
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Die Behindertenbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit: „Eine Gartenschau ohne Barrieren ist im hügeligen Sauerland eine besondere Herausforderung für die Organisatoren. Es darf nicht passieren, dass Menschen mit Behinderung vom Besuch dieser schönen Anlage ausgeschlossen werden. Berge kann man zwar nicht versetzen, aber es gibt viele technische Möglichkeiten, um allen Besucherinnen und Besuchern einen schönen und unbeschwerten Aufenthalt hier in Hemer zu bieten“, erklärte die nordrhein-westfälische Landesbehindertenbeauftragte Angelika Gemkow heute (20. Januar 2008) bei einem Besuch des Geländes der Landesgartenschau 2010. „Ein absolutes Muss sind z.B. behindertengerechte Stellplätze für PKW und Fahrräder, barrierefreie Gebäude, WC-Anlagen und Kassenhäuschen, die Menschen mit Behinderung selbständig nutzen können. Auch behindertengerechte Spielplätze, Leitsysteme für Sinnesbehinderte und gute Informationen sowie ein regelmäßiges Angebot an persönlicher Hilfe und Unterstützung sind unerlässlich und runden eine barrierefreie Landesgartenschau ab. Ganz wichtig ist es mir, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort immer ein offenes Ohr für die Menschen mit Behinderung haben“, so Gemkow weiter.
Gemkow besuchte gemeinsam mit Bürgermeister Michael Esken, Geschäftsführer Peter Friedrich und Vertretern der Behindertenverbände das Gelände der Landesgartenschau in Hemer. „Bis zur Eröffnung im März entsteht hier in Hemer ein „Garten ohne Grenzen“, der alle Bürgerinnen und Bürger zur Landesgartenschau ins schöne Sauerland einlädt. Im Rahmen meiner landesweiten Tour „Nordrhein-Westfalen ohne Barrieren“ will ich auch hier in Hemer anhand guter Beispiele zeigen, wie man bauliche Hürden vermeiden und mehr Komfort, Mobilität und Sicherheit für alle Menschen schaffen kann.“, so Gemkow weiter. „Wir müssen überall in Nordrhein-Westfalen noch ernsthafter als bisher die richtigen Weichen zum Abbau von baulichen Barrieren stellen. Guten Beispiele wie hier in Hemer machen Mut dazu, selbst aktiv zu werden und Barrieren abzubauen.“
In Hemer wurde ein ehemaliges Bundeswehrgelände in einen Landschaftspark umgewandelt. Behinderte Gäste der Landesgartenschau 2010 werden u.a. einen Shuttleservice oder eine Begleitung durch das Serviceteam nutzen können, um den Park zu erkunden. Der Park der Sinne, der Klanggarten, der Tastgarten, der Garten des Lichts oder der Duftgarten werden gerade Menschen mit Sinnesbehinderungen viele spannende Eindrücke und Erlebnisse bieten.
In Nordrhein-Westfalen leben fast 1,7 Mio. Menschen mit einer Behinderung von 50 % und mehr. Von den 1,7 Mio. Menschen mit Behinderung sind 1,1 Mio. Menschen über 60 Jahre alt. Dazu kommen 460.000 pflegebedürftige Menschen.
Quelle: Die Beauftragte der Landesregierung NRW für die Belange der Menschen mit Behinderung
Hwelt
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