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Ethikerin warnt vor Nacktscannern |
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Donnerstag, 31 Dezember 2009 |
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Frankfurt (KNA) Die Einführung von sogenannten Nacktscannern wirft für die Ethikerin Regina Ammicht Quinn schwerwiegende Fragen auf. Besonders negativ von deren Einführung seien «Menschen mit versteckten Behinderungen» betroffen, sagte die Tübinger Professorin der «Frankfurter Rundschau» (Donnerstagausgabe). «Jeder Kranke wird hier potenziell zum Terroristen.» Denn «Windeln bei Menschen mit Inkontinenzproblemen, künstliche Darmausgänge, Urinbeutel, Insulinporte - all das registrieren die Scanner als auffällig oder verdächtig».
Zudem lehnt die katholische Moraltheologin eine Speicherung der Aufnahmen ab. Nach ihrer Aufassung ist es ein «falsches Versprechen, umfassende Sicherheit durch eine immer ausgeklügeltere Technik herstellen zu können». Eine umfassende Sicherheit gebe es nun einmal nicht. Quinn warnte in der Zeitung vor einer Sicherheit um jeden Preis. Es bestehe die Gefahr, «dass wir unser freies Leben in einem Rechtsstaat, das wir zu verteidigen glauben, durch unser Sicherheitshandeln gefährden, ja verlieren». Die Gesellschaft müsse darauf achten «dass unsere Lösungen nicht größere Probleme verursachen, als vorher vorhanden waren». Unsicherheit sei nicht durch technische Apparate zu beseitigen.
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