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Bosbach: Menschenwürde endet nicht im Koma |
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Montag, 26 Oktober 2009 |
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Köln (KNA) Bei den Themen Lebensschutz und Menschenwürde darf es nach den Worten des CDU-Politikers Wolfgang Bosbach keine Kompromisse geben. «Die menschliche Würde entfaltet sich beim Verschmelzen von Samen und Eizelle und endet nicht im Koma», sagte der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion am Sonntag in Köln.
Bosbach kritisierte die neuen gesetzlichen Regelungen zu Patientenverfügungen. «Wir wissen nicht alles vorab, ein Krankheitsverlauf kann ein Wechselbad der Gefühle sein», betonte er und wandte sich gegen eine Dominanz des Wortes «Selbstbestimmung». Der Bundestag hatte im Sommer beschlossen, dass Patientenverfügungen unabhängig von Art und Stadium einer Erkrankung beachtet werden müssen, und Vorgaben zur Beendigung einer Behandlung gemacht. Dagegen fand das von Bosbach vertretene Konzept keine Mehrheit, wonach die Festlegungen in Patientenverfügungen nicht automatisch als aktueller Wille angenommen werden dürfen.
Bosbach warnte vor einem Gewissenskonflikt, in den Ärzte an christlichen Krankenhäusern durch Patientenverfügungen kommen könnten. Sie könnten sich eines Tages mit der Situation konfrontiert sehen, aktive Sterbehilfe leisten zu müssen. «Einer muss ja die Geräte abstellen», betonte der Politiker. Zudem warnte Bosbach davor, dass Behandlungen künftig von einer Kosten-Nutzen-Abwägung abhängig gemacht werden könnten. Ein solches Vorgehen «kollidiert mit der Würde des Menschen, die in Artikel 1 des Grundgesetzes festgehalten ist». Bosbach äußerte sich in einem Vortrag vor der Joseph-Höffner-Gesellschaft und dem Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Köln.
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