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Kindersterblichkeit erstmals unter zehn Millionen |
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Montag, 10 Dezember 2007 |
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New York (KNA) Laut einem Bericht von Unicef ist die weltweite Kindersterblichkeit erstmals auf unter zehn Millionen gesunken. Im vergangenen Jahr seien 9,7 Millionen Kinder unter fünf Jahren gestorben, erläuterte das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen am Montag in New York. Das sei ein "historischer Meilenstein" in der Bekämpfung der Kindersterblichkeit. 1990 habe die Zahl noch bei 13 Millionen gelegen, 1960 bei 20 Millionen.
Unicef beklagt eine dennoch nahezu unverändert hohe Sterblichkeitsrate für Kinder in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara und Südasiens. Gründe seien unter anderem politische Konflikte und Aids.
Nach Angaben des Hilfswerks sind Lungenentzündung und Malaria für 27 Prozent aller Todesfälle unter Kindern verantwortlich. Ein besonderes Problem liege zudem in der Übertragung des Aids-Virus auf Neugeborene. Nur elf Prozent der HIV-positiven Schwangeren hätten Zugang zu Medikamenten, die eine Ansteckung der Babys verhindern könnten, beklagt Unicef.
Leichte Verbesserung der Bildungslage
In seinem Bericht "Fortschritt für Kinder" verzeichnet das Kinderhilfswerk zugleich eine leichte Verbesserung der Bildungslage von Kindern. Die Zahl der Kinder ohne Grundschulbildung sei im Vergleich zu 2002 um ein Fünftel gesunken. Weltweit besuchten aber nach wie vor rund 93 Millionen Kinder keine Grundschule. Weiter verzeichnet Unicef weltweit rund 143 Millionen untergewichtige Kinder. Diese Rate sei von 32 Prozent im Jahr 1990 auf 27 Prozent 2006 gesunken.
Unicef veröffentlichte den Bericht anlässlich der UN-Sondersitzung zur Lage der Kinder am Dienstag und Mittwoch in New York. Die Organisation zieht damit eine Fünf-Jahres-Bilanz des 2002 verabschiedeten Maßnahmenkatalogs der Vereinten Nationen zur Verbesserung der Lage von Kindern.
Quelle: KNA. Alle Rechte Vorbehalten © Hwelt
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