|
Schweizer Bischöfe besorgt über Sterbehilfe-Praxis |
|
|
|
Sonntag, 09 Dezember 2007 |
|
Bern (KNA) Die Schweizer Bischofskonferenz äußert große Sorge über die Tätigkeit sogenannter Sterbehilfeorganisationen in der Schweiz. Ein menschenwürdiges Sterben sei ein Sterben an der Hand eines Menschen, nicht aber durch die Hand eines Menschen, betonte ihr Vorsitzender, der Basler Bischof Kurt Koch, am Donnerstag in Bern. Viele Selbstmordwünsche seien Appelle, nicht einsam gelassen und besser versorgt zu werden.
Als Antwort auf die Herausforderung nannte Koch zwischenmenschliche Solidarität und einen Ausbau der Palliativmedizin in der Schweiz. Der Bischofskonferenz-Vorsitzende sagte, deutsche Politiker dächten über die Situation der Sterbehilfe in der Schweiz viel kritischer als ihre Schweizer Kollegen. Anders als diese sähen sie konkreten Handlungsbedarf.
Die Schweizer Regierung hatte vergangenen Freitag eine Bundesaufsicht über aktive Sterbehilfe abgelehnt. Eine Verhinderung und Aufdeckung von Missbräuchen sei bereits durch konsequente Nutzung der bestehenden Gesetze möglich, argumentierte der Bundesrat. Durch Bewilligungs- und Aufsichtsstrukturen würde den Organisationen eine Art staatliches Gütesiegel ausgestellt, was die Praxis der Suizidbeihilfe und den Sterbetourismus erst recht fördern würde. - Eine uneigennützige Hilfe zum Selbstmord ist in der Schweiz nicht strafbar.
Quelle: KNA. Alle Rechte Vorbehalten © Hwelt
|