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Forscher schaffen Kunstsperma aus embryonalen Stammzellen |
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Mittwoch, 08 Juli 2009 |
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London (KNA) Britische Forscher haben nach eigenen Angaben erstmals menschliches Sperma aus embryonalen Stammzellen geschaffen. Laut Bericht der britischen Tageszeitung «The Daily Telegraph» (Mittwoch) hoffen die Wissenschaftler des Stammzellinstituts Nordostengland, die Technik binnen zehn Jahren für künstliche Befruchtungen nutzen zu können.
Nach Angaben der Forscher aus Durham und Newcastle könnte das künstliche Sperma mit kleinen Änderungen verwandt werden, um eine menschliche Eizelle zu befruchten. Die Technik würde auch ermöglichen, Sperma aus weiblichen Stammzellen herzustellen. Auf diese Weise könnten Frauen auch ohne Männer Babys zeugen. Die Nachricht könnte die Debatte über die umstrittene embryonale Stammzellforschung neu aufflammen lassen.
Das Forscherteam um Professor Karim Nayernia hatte die Technik laut Bericht zuvor an Mäusen getestet. Deren Junge seien jedoch kurz nach der Geburt gestorben. Nun gelte es herauszufinden, ob die Prozedur auch für Menschen sicher oder geeignet sei, wird Nayernia zitiert.
Noch ist die Nutzung von Kunstsperma aus embryonalen Stammzellen in Großbritannien gesetzeswidrig. Befürworter hoffen allerdings, die neue Technik künftig bei unfruchtbaren Paaren anwenden zu können.
Eine Sprecherin der Lobbygruppe für Reproduktionsethik CORE nannte die Forschung derweil «völlig falsch». Man müsse mit der Einmischung aufhören und Unfruchtbarkeit als Tatsache akzeptieren. Wissenschaft müsse «sowohl ethisch vertretbar als auch sicher sein». Diese Forschung sei keines von beiden.
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