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Lebenserfahrung und Wertevermittlung auf dem Stundenplan |
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Dienstag, 23 Juni 2009 |
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Die Behindertenbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit: „Mit großer Freude führe ich in diesem Jahr die Schirmherrschaft über das Lourdes-Projekt des Oswald-von-Nell-Breuning-Berufskollegs aus Coesfeld fort. 15 Schülerinnen und Schüler haben wieder eine Woche lang kranke und behinderte Menschen des Bistums Münster auf ihrer Pilgerreise nach Lourdes begleitet. Sie waren Begleiter und Ansprechpartner für Menschen, unterstützten die Pflegedienste, schoben Rollstühle halfen bei den Mahlzeiten, übernahmen Verantwortung. Das Gespräch mit den jungen Menschen hat mich tief beeindruckt. Sie reden offen über ihre Empfindungen, über menschliche Begegnungen und über die eigene persönliche Weiterentwicklung durch das ganz nahe tägliche Zusammensein mit den ihnen anvertrauten Menschen während der Pilgerreise. Die Bereitschaft, sich für andere Menschen zu engagieren und soziale Verantwortung zu übernehmen, wird sie auf Ihrem weiteren Lebensweg positiv begleiten und die persönliche soziale Kompetenz stärken. Ich wünsche mir, dass diese „Lebenserfahrung und Wertevermittlung auf dem Stundenplan“ in ganz Nordrhein-Westfalen Nachahmer findet.“ Dies erklärte die Landesbehindertenbeauftragte Angelika Gemkow heute (8. Juni 2009) anlässlich der Auszeichnung der beteiligten Schülerinnen und Schüler für ihr ehrenamtliches Engagement in der Düsseldorfer Staatskanzlei.
Das „Lourdes-Projekt“ wird seit 1999 in Kooperation zwischen dem Oswald-von-Nell-Breuning Berufskolleg und der Diözesanpilgerstelle des Bistums Münster durchgeführt. Die Landesbehindertenbeauftragte hatte die Schülerinnen und Schüler in die Landeshauptstadt eingeladen. Anwesend waren u.a. Joachim Kandelbinder, stellvertretender Leiter des Oswald-von-Nell-Breuning-Berufskollegs, sowie Stefan Fliß und Alfons Hellenkamp, die als Pilger in diesem Jahr mit nach Lourdes gefahren sind. Die Schülerinnen und Schüler präsentierten einen Power-Point-Vortrag, der ihre Reise und ihre Erfahrungen auf der Reise nach Lourdes dokumentierte.
Angelika Gemkow: „Es ist in unserer heutigen Zeit nicht immer selbstverständlich für andere Menschen da zu sein, für kranke oder Menschen mit Behinderung Zeit zu haben, sie zu unterstützen, zu helfen und zu pflegen. Wir brauchen aber genau dieses ehrenamtliche Engagement, denn wir leben in einer immer älter werdenden Gesellschaft, in der die Zahl der Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen wächst. Dies stellt uns alle vor große Herausforderungen. Die Menschen müssen auch morgen auf eine soziale menschliche Gesellschaft vertrauen können. Das heißt zum einen, die sozialen Sicherungssysteme zukunftsfest zu machen. Zum anderen müssen wir die soziale Energie der Menschen fördern. Füreinander da sein, füreinander sorgen und einstehen – das sind für mich die Grundlagen einer menschlichen Gesellschaft. Letztendlich ist es diese soziale Energie, die unsere Gesellschaft zusammen hält. Deshalb möchte ich dem Kollegium sowie den Schülerinnen und Schülern des Oswald-von-Nell-Breuning-Berufskollegs in Coesfeld herzlich für ihr kontinuierliches Engagement danken.“
Quelle: Die Beauftragte der Landesregierung NRW für die Belange der Menschen mit Behinderung
Hwelt
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