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Empowerment-Programm für mehr Elternkompetenz |
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Freitag, 30 November 2007 |
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Eltern in sozial benachteiligten Lebenslagen werden von den meisten Beratungs- und Jugendhilfeangeboten nur schlecht erreicht. Das Präventionsprogramm ELTERN-AG der Magdeburger Akademie für Praxisorientierte Psychologie e.V. will hier Abhilfe schaffen und durch Wissensvermittlung, Stressmanagement und soziales Lernen die Erziehungskompetenzen der Eltern verbessern. Grundlage des Programms ist ein eigens entwickelter Empowerment-Ansatz: Die Eltern werden ermutigt, ihre Ressourcen als Erziehende zu erkennen, ihre eigenen Fähigkeit zur Bewältigung des Erziehungsalltages zu nutzen, auftretenden Alltagsstress zu reduzieren und die Entwicklung ihres Kindes positiv zu beeinflussen. Besondere Merkmale des Projektes sind Niedrigschwelligkeit, Randgruppenbezug sowie Vorbeugung.
Die Eltern-AG´s sind Arbeitsgruppen, an denen Eltern aus sozial benachteiligten Lebenslagen in ihrem unmittelbaren Wohnumfeld teilnehmen. Es handelt sich zum Beispiel um Familien mit geringer schulischer oder beruflicher Bildung, mit niedrigem Einkommen oder Eltern, die von körperlichen oder seelischen Beeinträchtigung betroffen sind. Die Arbeit in den Gruppen ist eine Kombination aus Selbsthilfe und Beratung. So berichten die Eltern aus ihrem Alltag mit den Kindern und lassen sich von anderen Eltern sowie einem Mentor beraten.
Der erste Kontakt zu den Eltern wird von den Mentoren hergestellt. Sie suchen die Eltern vor Ort, also etwa im Supermarkt oder auf dem Spielplatz auf, informieren über das Projekt und laden sie ein, an einer Eltern AG teilzunehmen. Zugangsbarrieren werden so niedrig wie möglich gehalten. Dazu gehört, dass die Teilnahme für die Eltern kostenfrei ist, lange Anfahrtswege vermieden werden und parallel zu den Elterngruppen eine Kinderbetreuung angeboten wird.
Im Laufe des Projektes wird mit den Eltern über Erziehungsregeln gesprochen, wie zum Beispiel über den Verzicht auf Gewalt oder das Setzen von Grenzen. Weiterhin werden ihnen verschiedene Möglichkeiten der Entspannung im Alltag aufgezeigt und gemeinsam in der Gruppe nach Möglichkeiten gesucht, mit dem Verhalten der Kinder richtig umzugehen. Ein zentrales Anliegen des Projektes ist es, dass die Eltern lernen, sich gegenseitig weiterzuhelfen und sich dadurch als Experten des eigenen Alltags erleben. Die Teilnehmer/innen übernehmen zunehmend mehr Verantwortung für die Gestaltung der Treffen und werden auf diese Weise aktiv an der Gestaltung des Projektes beteiligt.
Bisherige Auswertungen zeigen, dass die Eltern lernen, ruhiger mit ihren Kindern umzugehen und mehr Sicherheit im Umgang mit ihren Kindern zu entwickeln. Sie nehmen Möglichkeiten zum Austausch stärker in Anspruch, geben Anderen häufiger Hilfe und haben Veränderungen im Verhalten ihrer eigenen Kinder erreicht.
Quelle: BZgA. Alle Rechte vorbehalten.
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