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Merkel: Aktive Sterbehilfe ist keine Option |
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Montag, 08 Juni 2009 |
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Leipzig (KNA) Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich strikt gegen aktive Sterbehilfe ausgesprochen. «Allen Bestrebungen in diese Richtung werde ich ein klares Nein entgegenschmettern», sagte Merkel am Montag in Leipzig. Solche Tendenzen konterkarierten alle Bemühungen für ein würdiges Sterben. Es müsse stattdessen alles dafür getan werden, älteren Menschen das Gefühl zu nehmen, dass sie der Gesellschaft mit wachsender Pflegebedürftigkeit zur Last fielen. Merkel äußerte sich beim 9. Deutschen Seniorentag.
Die Bundeskanzlerin rief dazu auf, den demografischen Wandel als Chance zu begreifen. Deutschland gehöre zu den Ländern, die am stärksten davon betroffen würden. So sei im Jahr 2030 mehr als jeder dritte Bundesbürger über 60 Jahre alt. Durch innovative Projekte wie Mehrgenerationenhäuser und Freiwilligendienste könne Deutschland aber für andere Länder Beispiel gebend sein.
Merkel sprach sich dafür aus, im Arbeitsleben Altersgrenzen abzuschaffen. Ältere Menschen dürften nicht aus ihren Berufen gedrängt werden. Auch in der gegenwärtigen Krise seien Altersteilzeit und Frühverrentung keine geeigneten Maßnahmen. Ein Rückgriff darauf wäre «grottenfalsch», so Merkel. «Wir haben einen großen Fehler gemacht, als wir diesen Weg schon einmal eingeschlagen haben, jetzt gilt es, aus Fehlern zu lernen.»
Auch Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Zillich (CDU) warnte davor, immer nur von den demografischen Gefahren zu sprechen. Der Ruhestand sei längst ein eigener Lebensabschnitt geworden. Es gebe eine aktive, selbstbewusste Generation, die nichts mehr mit den alten Rollenbildern der Großeltern zu tun habe. Das Expertenwissen älterer Menschen sei gefragt. Zugleich kommen ihr ehrenamtliches Engagement der ganzen Gesellschaft zugute.
Der Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO), Walter Link, erklärte, ältere Menschen hätten durchaus die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Entscheidend seien die Rahmenbedingungen. So müsse die finanzielle Absicherung im Alter stimmen. Er warnte davor, dass die Rentenversicherung zu einer «Armut verwaltenden Grundsicherung» werde.
Die BAGSO ist Veranstalter des bis Mittwoch dauernden Deutschen Seniorentags. Der Verband vertritt nach eigenen Angaben über 100 Seniorenorganisationen.
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