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Ethikrat warnt vor den Folgen von «Gehinrdoping» |
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Donnerstag, 28 Mai 2009 |
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Berlin (KNA) Der Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Edzard Schmidt-Jortzig, hat der Politik empfohlen, die medizinischen Fortschritte der Hirnforschung aufmerksam zu verfolgen. So werde es bei Themen wie dem «Neuro-Enhancement», der Leistungssteigerung des Gehirns, in absehbarer Zeit gesetzlichen Handlungsbedarf geben, sagte der Jurist bei der Jahrestagung des Gremiums am Donnerstag in Berlin. Die Möglichkeiten, das menschliche Gehirn zu manipulieren oder zu beeinflussen, habe in den vergangenen Jahren geradezu explosionsartig zugenommen. Die Jahrestagung stand unter dem Thema «Der steuerbare Mensch - über Einblicke und Eingriffe in unser Gehirn».
Unterdessen warnte der Augsburger katholische Weihbischof Anton Losinger vor den Folgen des so genannten Gehirndopings bei Schülern. Immer mehr Jugendliche nähmen leistungssteigernde Medikamente, sagte Ethikrat-Mitglied Losinger im Deutschlandradio Kultur unter Verweis auf eine kürzlich erschienene Studie. «An diesem Punkt ist die Gesellschaft gefordert», so Losinger. Notwendig sei ein Klima, in dem jungen Menschen die Möglichkeiten hätten, sich zu entwickeln «und in dem nicht Leistung schlichtweg ein Indikator dafür wird, wie viel ein junger Mensch wert ist».
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