|
Hindernislauf zur „Pille danach“ |
|
|
|
Donnerstag, 01 Mai 2008 |
|
Frankfurt - Wie gut ist der Zugang zur „Pille danach“ wirklich? Um einen besseren Überblick über die Versorgungssituation bei der Nachverhütung zu erhalten, startet der pro familia-Bundesverband heute eine Online-Befragung auf seiner Website profamilia.de.
pro familia geht davon aus, dass Frauen in Deutschland schlechte Erfahrungen beim Zugang zur „Pille danach“ machen und ihnen damit die Möglichkeit, eine ungewollte Schwangerschaft nach einer Verhütungspanne zu verhindern, nur eingeschränkt zur Verfügung steht. Diese Einschätzung stützt sich auf zahlreiche Berichte im Diskussionsforum der pro familia-Website .
Frauen berichten darin über Schwierigkeiten beim Zugang zum Rezept, bei der Beratung und Behandlung durch die ÄrztInnen und bei der Rezepteinlösung in Apotheken. Außerdem werden die hohen Kosten als Hürde gesehen, die für die „Pille danach“ selbst sowie für Rezept-, Praxis- und gegebenenfalls Notfallgebühr zu entrichten sind.
„Mit dieser Online-Umfrage möchten wir herausfinden, wie häufig Frauen mit diesen Schwierigkeiten konfrontiert sind“, sagt Sigrid Weiser, die das Projekt beim pro familia-Bundesverband betreut. „Um die Interessen unserer Klientinnen noch besser vertreten zu können, sind wir auf solche Rückmeldungen angewiesen.“
Über einfaches Anklicken können Frauen mitteilen, woher sie das Rezept haben, wie aufwändig es war, es zu bekommen und einzulösen, ob sie die Beratung als hilfreich empfunden haben, welche Gebühren anfielen und wie zufrieden sie insgesamt mit der Versorgung sind. Die heute startende Umfrage wird bis 30. September 2008 laufen.
Der gesicherte Zugang zu Familienplanung ist ein wichtiges Anliegen von pro familia und gehört zu den sexuellen und reproduktiven Menschenrechten. Seit Jahren setzt sich die Organisation für eine rezeptfreie Pille danach ein, da sie die Rezeptpflicht als eine unnötige Hürde ansieht. Angesichts des engen Zeitfensters von 72 (noch wirksamer sind 48) Stunden werden die betroffenen Frauen durch eine Rezeptpflicht unnötig unter Druck gesetzt. In zahlreichen europäischen Ländern ist die „Pille danach“ längst ohne Rezept in Apotheken oder anderen Verkaufsstellen erhältlich.
Direkter Link zur Umfrage: www.profamilia.de/online-umfrage
Quelle: pro familia
Hwelt
|