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Nur fünf Prozent der Mütter nutzen Kuren |
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Dienstag, 22 April 2008 |
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Berlin (KNA) Der Bedarf an Kuren für deutsche Mütter ist nach einer Studie des Muttergenesungswerks (MGW) längst nicht gedeckt. Bundesweit hätten 2,1 Millionen Frauen wegen andauernder Belastungen Anspruch auf eine Kur. Jedoch nehme nur jede 20. die Vorsorge- und Rehabilitationsangebote in Anspruch, sagte die MGW-Kuratoriumsvorsitzende Marlene Rupprecht am Dienstag in Berlin. Laut MGW nutzten im vorigen Jahr 43.000 Mütter und 63.000 Kinder Kuren, 23 Prozent mehr als 2006. Grund für den Anstieg sei die jüngste Gesundheitsreform, durch die entsprechende Maßnahmen für Mütter zu Pflichtleistungen der Krankenkassen wurden, sagte die SPD-Bundestagsabgeordnete.
Die Zahlen lägen damit wieder auf dem Stand von 2003. Deshalb sei die Freude verhalten, sagte MGW-Geschäftsführerin Anne Schilling. «Angesichts des extrem hohen Bedarfs erfassen wir nur die Spitze des Eisbergs.» Jede fünfte Frau wisse gar nicht, dass sie Kuren beantragen könne. Angesichts des gesellschaftlichen Wandels müsse auch über eine Ausweitung des Kur-Anspruchs auf pflegende Angehörige gesprochen werden, sagte Rupprecht. Laut Studie bräuchte von den derzeit eine Million Pflegenden jeder Dritte dringend eine Kur oder Reha-Maßnahme.
Anlässlich des Beginns der bundesweiten Haus- und Straßensammlungen um den Muttertag Mitte Mai sagte die MGW-Schirmherrin Eva Luise Köhler, gesunde Mütter seien eine wichtige Stütze der Gesellschaft. Die Spende am Muttertag sei eine große Hilfe für Mütter und ihre Kinder. Laut MGW sammelten die angeschlossenen Wohlfahrtsverbände sowie Kommunen und sonstige Initiativen 2007 rund 760.000 Euro. Das Spendenaufkommen sei seit Jahren rückläufig. Insgesamt berät das MGW nach eigenen Angaben pro Jahr 130.000 Mütter und Väter in 1.400 Beratungsstellen. Jede zweite Beratung führe zu einer Kur.
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