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Mittwoch, 11 Juni 2008 |
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Berlin (KNA) Depressions-Erkrankungen werden nach Ansicht von Experten häufig unterschätzt. Etwa fünf Prozent der Deutschen litten unter dieser Krankheit, allerdings werde sie oft zu spät erkannt und nicht konsequent behandelt, betonte der Leipziger Psychiater Ulrich Hegerl am Mittwoch in Berlin. Nach seiner Einschätzung erfolgt ein Großteil der jährlich rund 10.000 Selbsttötungen und 100.000 Suizidversuche vor dem Hintergrund depressiver Erkrankungen. |
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Montag, 09 Juni 2008 |
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Hannover - Die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) verzeichnete von 2004 bis 2007 - also in nur drei Jahren - eine Zunahme der Diagnose ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom) um 50 Prozent. Waren im Jahr 2004 noch 21 von 1.000 Jugendlichen betroffen, so lag die Zahl 2007 bereits bei 33 ADHS-Diagnosen auf 1.000 Jugendliche. Eine halbe Million Kinder und Jugendliche sind in Deutschland betroffen. Jungen erkranken dreimal so häufig wie Mädchen. "ADHS ist keine Krankheit, die vom Himmel fällt. Vielmehr scheint es so zu sein, dass gesellschaftliche und psychosoziale Entwicklungen eine Rolle spielen - wie etwa Reizüberflutung, mangelnde Zuneigung, familiäre Konflikte und zu wenig körperliche Bewegung. Dem darf nicht nur mit Arzneimitteln begegnet werden", erklärt Ingo Kailuweit, Vorstandsvorsitzender der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH). Zuwendung, Freunde und Bewegung bei Spiel und Sport seien entscheidende Parameter. Dass in den modernen Industriegesellschaften etwas nicht stimme, zeige sich auch an anderen bedenklichen Entwicklungen bei Kindern und Jugendlichen wie etwa Übergewicht und dem steigenden Alkoholkonsum. |
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Montag, 09 Juni 2008 |
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Berlin - Wie entsteht die Alzheimer-Krankheit? Wie lange dauert die Entwicklung einer Therapie? Welche Rolle spielt dabei die Grundlagenforschung? Diese und ähnliche Fragen standen im Mittelpunkt einer Veranstaltung, zu der die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) zahlreiche Unterstützer dieses größten privaten Förderers von Alzheimer-Forschung in Deutschland in das Gläserne Labor des Campus Berlin-Buch eingeladen hatte. Rund 40 Förderern, unter ihnen auch Angehörige von Patienten, berichtete Prof. Thomas Willnow vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch über seine Forschungen zur Entstehung der Alzheimer-Krankheit. Für diese Arbeit hatte er 2006 von der AFI einen mit 80 000 Euro dotierten Förderpreis erhalten. |
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Freitag, 06 Juni 2008 |
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Baierbrunn - In den Schulen sollte die Pausenklingel nicht länger im Dreiviertelstundenrhythmus ertönen. "Wir müssen den üblichen 45-Minuten-Takt aufbrechen", fordert Professor Manfred Spitzer von der Universität Ulm in der "Apotheken Umschau". Er hat das Netzwerk für Gehirnforschung und Schule gegründet und Erkenntnisse gewonnen, die Stundenplangestaltern noch viel Kopfzerbrechen bereiten könnten: |
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Donnerstag, 05 Juni 2008 |
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Baierbrunn - Ein gesundes Gehirn bildet ständig neue Nervenzellen, ein geschädigtes nicht. Grund dafür sei ein einziges Eiweiß mit der Bezeichnung SIRT 1, das nach Schlaganfällen und anderen Gehirnerkrankungen vermehrt auftritt, berichtet die "Apotheken Umschau". |
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Donnerstag, 05 Juni 2008 |
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ADHS, das Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom, ist heute in vielen Familien eine häufig diskutierte Krankheit. Zahlreiche Studien hinsichtlich der Psychopathologie und der psychosozialen Risiken, die diese Krankheit birgt, führten nach einem langen Weg zu ersten gesicherten Diagnosekriterien für ADHS, die auf Beobachtungen, Gesprächen und psychologischen Tests beruhen. |
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Mittwoch, 04 Juni 2008 |
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Mainz - Damit Nervenzellen effizient Informationen über weite Distanzen übermitteln können, hat sich bei höheren Organismen die sogenannte saltatorische Erregungsleitung entwickelt. Diese wird ermöglicht, indem die zur Reizweiterleitung spezialisierten axonalen Fortsätze der Nervenzellen in bestimmten Abständen von Myelin - einer Art Isolierschicht - umgeben sind. Im Falle von Erkrankungen wie Multipler Sklerose oder Leukodystrophien ist die Bildung beziehungsweise die Funktion des Myelins gestört. Die molekularen Mechanismen der Myelinbildung waren bisher noch weitgehend unverstanden. Zwei Arbeiten aus der Abteilung Molekulare Zellbiologie des Fachbereichs Biologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz leisten nun einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis dieser komplexen zellulären Prozesse. |
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Montag, 02 Juni 2008 |
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Ob Flugbegleiter, Kellnerin oder Fitnesstrainer – Beschäftigte in Dienstleistungsberufen müssen ihre eigenen Gefühle im Zaum halten können. Wie das am besten gelingt, erforschen Psychologen: Das Zauberwort heißt »deep acting«! Damit das Dauerlächeln nicht zur Qual wird und ein Burnout droht, bedarf es richtiger »Emotionsarbeit«. |
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Sonntag, 01 Juni 2008 |
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Die sehr seltene und deshalb leider oft erst spät diagnostizierte Myasthenia gravis (eine spezielle Form der Muskelschwäche) äußert sich in einer krankhaft verminderten muskulären Leistungsfähigkeit und gesteigerten Ermüdbarkeit der Skelettmuskulatur. In Deutschland sind circa 12.000 Menschen davon befallen. Ursache ist ein gesteigerter Abbau von Rezeptoren – vereinfacht ausgedrückt Antennen – für Acetylcholin, ein Nervenüberträgerstoff. Der Abbau erfolgt durch im Blut zirkulierende Autoantikörper. Es handelt sich damit um eine neurologische Autoimmunerkrankung. Charakteristisch ist eine belastungsabhängige Muskelschwäche oder -ermüdbarkeit. Die Schwäche bessert sich typischerweise in Ruhe. Bei dieser Erkrankung sind in unterschiedlicher Kombination die Augen-, Extremitäten- sowie die Schluck- oder Sprechmuskulatur betroffen. |
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Sonntag, 01 Juni 2008 |
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In der hausärztlichen Praxis leiden bis zu zehn Prozent der Patienten unter Angst, genauer gesagt unter generalisierten Angststörungen. Die Erkrankung beginnt zu Anfang des zweiten Lebensjahrzehnts und kann das gesamte künftige Leben beeinträchtigen. Nach einem Aufsatz in der Zeitschrift "Psychiatrie und Psychotherapie up2date" (Georg Thieme Verlag, Stuttgart. 2008) gehören generalisierte Angststörungen zu den schwerwiegendsten Erkrankungen überhaupt. Sie gehen mit einem beträchtlichen subjektiven Leiden einher und sind mit stärkeren Einschränkungen im täglichen Leben verbunden als viele andere psychische und somatische Erkrankungen. Generalisierte Angststörungen kommen auch häufiger vor als beispielsweise bipolare Erkrankungen (auch als manisch-depressiv bekannt) oder Schizophrenie. Das vorrangige Kennzeichen ist die Unkontrollierbarkeit der Sorgen, ein für die Diagnose ausschlaggebendes Kriterium. Die Welt wird als bedrohlicher Ort erlebt und der Betroffene versucht, dem vorausschauend entgegenzuarbeiten. |
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Sonntag, 01 Juni 2008 |
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Gehirnregionen empfangen Signale von der Außenwelt, und verrechnen diese mit intern abgespeicherten Informationen. Die Resultate daraus werden wiederum an andere Gehirnregionen weitergesendet. Dieser Funkverkehr kann sowohl durch funktionelle Magnetresonanztomografie (fMRT) als auch durch Aufzeichnung elektrophysiologischer Hirnaktivität überwacht werden. Wissenschaftler vom Max Planck Institut für biologische Kybernetik in Tübingen konnten zeigen, dass der gehirneigene Botenstoff Serotonin in diesen Funkverkehr eingreift, indem er das Sendevermögen stark einschränkte, aber die Empfangs- und Verrechnungsfunktion weitgehend intakt ließ. Diese Resultate tragen zum Verständnis der Grundlagen des fMRT Signals bei und sind für die Diagnose von Serotonin-Fehlfunktionen wie etwa Schizophrenie von Relevanz (PNAS, 2. Mai 2008). |
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