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Neurologie/Psychologie
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Montag, 14 Mai 2012 |
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Boten-RNAs dienen bei der Übersetzung des genetischen Codes als Vorlage für die Produktion von Proteinen. Diese auch als mRNAs bezeichneten Moleküle wurden nach bisheriger Ansicht vor allem zentral im Zellkörper in Proteine übersetzt und die Proteine selbst dann an die jeweiligen Zielorte transportiert. Forscher des Max-Planck-Instituts für Hirnforschung in Frankfurt haben nun jedoch über 2500 dieser sogenannten mRNAs in den Axonen und Dendriten von Nervenzellen entdeckt, die dort für die lokale Proteinbildung zuständig sind. Offensichtlich regulieren Neurone die Proteinsynthese stärker vor Ort als bisher angenommen. Insbesondere wenn die synaptische Übertragung zwischen Nervenzellen verstärkt oder abgeschwächt wird, spielt die lokale Bildung von Proteinen eine wichtige Rolle. Außerdem haben die Forscher mRNAs identifiziert, die an Erkrankungen wie Alzheimer und Autismus beteiligt sind. |
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Montag, 16 April 2012 |
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Baierbrunn - Nicht nur Muskeln schwinden schnell, wenn ein Körperteil in Gips steckt. Auch das Gehirn verändert sich rasch, berichtet das Patientenmagazin "HausArzt". |
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Freitag, 13 April 2012 |
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Die Weitergabe kultureller Errungenschaften an die nächste Generation ist eine Schlüsselkomponente der menschlichen Evolution. Menschen übernehmen dabei vor allem solche Verhaltensweisen, die auch von vielen anderen Individuen praktiziert werden. Auch die nächsten lebenden Verwandten des Menschen, Schimpansen und Orang-Utans, geben traditionelles Verhalten und Kultur an ihre Nachfahren weiter. Ob und wie dieser Prozess dem des Menschen ähnelt, ist noch größtenteils unbekannt. Forscher des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig und des Max-Planck-Instituts für Psycholinguistik in Nijmegen haben nun herausgefunden, dass Schimpansen dazu neigen eher die Handlung zu kopieren, die von einer größeren Anzahl Individuen vorgemacht wird, als die am häufigsten ausgeführte Handlung. Zweijährige Kleinkinder richten sich sowohl nach der Anzahl der Individuen als auch nach der Häufigkeit. Für Orang-Utans spielt dagegen keines von beidem eine Rolle. |
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Donnerstag, 12 April 2012 |
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Berlin - Der gestern von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Alzheimer Disease International (ADI) in Genf veröffentlichte Report "Dementia: a public health priorit" fordert Regierungen, Politiker und alle sonstigen Beteiligten auf, Demenzerkrankungen weltweit als Schwerpunkt der Gesundheitspolitik anzuerkennen und entsprechend zu handeln. |
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Freitag, 30 März 2012 |
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Hamburg - Manchmal weiß man, wodurch man Stress hat. Oft aber auch nicht - er ist einfach da. Bewältigen kann man ihn aber nur, wenn man sich mit den Ursachen auseinandersetzt. Darauf weist die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) hin. |
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Mittwoch, 28 März 2012 |
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Das Ich existiert nicht, weil es sich nicht im Gehirn verorten lässt? Der freie Wille ist bloß eine Illusion? Hirnjogging macht schlau? "Das ist noch lange nicht gesagt", entgegnet der Psychologe Stephan Schleim in der aktuellen Ausgabe von Gehirn&Geist (4/2012). Im Licht neuester Forschung rechnet er mit sieben weit verbreiteten Legenden über unsere grauen Zellen ab. |
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Dienstag, 27 März 2012 |
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Ein Kelch oder zwei Gesichter? Was wir in einer der bekanntesten optischen Illusionen zu sehen glauben, wechselt in Sekundenbruchteilen; und damit auch der Weg, den die Information im Gehirn nimmt. Wie dies möglich ist, ohne die zellulären Verknüpfungen des Netzwerks zu ändern, konnten Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation, des Bernstein Zentrums Göttingen und des Deutschen Primatenzentrums in einer theoretischen Studie zeigen. Je nachdem, in welchem zeitlichen Muster Hirnareale kommunizieren, ändert sich der Informationsfluss. Um dessen Umorganisation auszulösen, genügt bereits ein leichter Reiz, etwa ein Duft oder Ton, zur rechten Zeit. |
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Dienstag, 27 März 2012 |
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„Kinder sind klüger als wir denken“, zu diesem Schluss kam vor zehn Jahren eine seitdem vielzitierte entwicklungspsychologische Studie. Beobachteten 14 Monate alte Kleinkinder eine ungewöhnliche Handlung, ahmten sie diese seltener nach, wenn sie aus den Handlungsumständen erklärbar war. Diese selektive Imitation gilt seitdem als Beleg für frühes rationales Denken. Doch wie Forscher des Leipziger Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften nun nachweisen, hat man die Kinder damit offenbar überschätzt. Eine Überprüfung zeigte, dass die Unterschiede im Imitationsverhalten durch Ablenkungen während des Experimentes zustande kamen. |
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Freitag, 23 März 2012 |
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München - Wer kennt die Fragen nicht: habe ich den Schlüssel dabei? Ist der Herd aus? Habe ich das Auto abgeschlossen? Gedanken, die wir jeden Tag haben. Wenn aber aus dem sinnvollen Nachsehen ein beherrschendes Kontrollieren wird, liegt vermutlich eine psychische Erkrankung vor. Diese erkennt man an Handlungen, die immer wieder in der gleichen ritualisierten Form wiederholt werden müssen: Hände waschen oder die Wohnung penibel aufräumen. Diese bizarr anmutenden Aktionen haben eine Ursache, die sich im Gespräch mit einem Arzt oder Psychotherapeuten finden und mit geeigneten Methoden behandeln lässt. |
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Donnerstag, 22 März 2012 |
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Wenn wir eine Fliege beobachten, die im Raum hin und her fliegt, und ihr mit unseren Augen folgen, müssen wir den Eindruck haben, dass der sich dahinter liegende Raum bewegt und nicht die Fliege. Schließlich ist die Fliege immer fest im zentralen Blickwinkel. Wie aber vermittelt uns das Gehirn den Eindruck einer bewegten Fliege in einem unbewegten Raum? Tübinger Wissenschaftler vom Werner Reichardt Centrum für Integrative Neurowissenschaften (CIN) und vom Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik haben mit Hilfe der funktionellen Magnetresonanztomografie zwei Gehirnareale im Menschen identifiziert, die die Augenbewegungen mit der visuellen Bewegung auf der Netzhaut vergleichen, um bewegte Objekte korrekt wahrzunehmen. |
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Donnerstag, 22 März 2012 |
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Während Sie diesen Artikel lesen, werden Ihre Gedanken mit großer Wahrscheinlichkeit immer wieder kurz abschweifen. Sie werden so ganz nebenbei und unbewusst das bevorstehende Essen planen oder andere einfache Überlegungen anstellen, die nichts mit diesem Text zu tun haben. Forscher der Universität Wisconsin und dem Leipziger Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften haben nun herausgefunden, wie das funktioniert: Das Arbeitsgedächtnis macht es möglich, Routineaufgaben zu erfüllen und dabei die Gedanken wandern zu lassen. Wenn die Kapazität des mentalen Arbeitsspeichers ausreicht, können gleich mehrere Gedanken parallel jongliert werden. Und die eigentliche Aufgabe wird trotzdem erfüllt. |
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