Ethik
Ethikrat erarbeitet Stellungnahme zur Präimplantationsdiagnostik Drucken E-Mail
Montag, 27 September 2010
Berlin - Der Deutsche Ethikrat wird im Rahmen seiner Beratungen zur Fortpflanzungsmedizin voraussichtlich bis zum Sommer 2011 eine Stellungnahme zum Thema Präimplantationsdiagnostik erarbeiten. Dies ist das Ergebnis der Plenarsitzung am gestrigen Donnerstag in Berlin.
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Forschung an Kindern mit geistiger Behinderung verstößt gegen deutsches Recht Drucken E-Mail
Donnerstag, 23 September 2010
Berlin - Enttäuscht ist die Bundesvereinigung Lebenshilfe über die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zur Forschung an Kindern mit sogenannter geistiger Behinderung (BT-Drs. 17/2902). Die Anfrage bezieht sich auf das Projekt des „Deutschen Netzwerks für mentale Retardierung“ (MR-NET). Bereits im Juli hatte die Lebenshilfe darauf aufmerksam gemacht, dass es sich hierbei um sogenannte fremdnützige Forschung an nichteinwilligungsfähigen Menschen handele, die in Deutschland verboten sei.
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Designerbaby nein - Ausschluss von Erbleiden ja Drucken E-Mail
Donnerstag, 16 September 2010
Baierbrunn - Der Wunsch nach einer bestimmten Augen- oder Haarfarbe rechtfertigt keine Gentests zur Auswahl von Embryonen, die durch künstliche Befruchtung entstanden sind - der Verdacht auf eine schwere Erbkrankheit unter Umständen schon. So lässt sich das Ergebnis einer aktuellen repräsentativen Umfrage der "Apotheken Umschau" über die Einstellung der Deutschen zur so genannten Präimplantationsdiagnostik (PID) zusammenfassen. Demnach hält es immerhin fast jeder Fünfte (18,7 Prozent) für "völlig in Ordnung", wenn Paare, die auch auf natürlichem Weg Kinder bekommen könnten, mit Hilfe künstlicher Befruchtung und genetischer Auswahlverfahren vorab z. B. das Geschlecht ihrer Kinder bestimmen würden.
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Ethiker warnt vor dem „posthumanen Wesen“ Drucken E-Mail
Montag, 13 September 2010
Anabolika stählen den Körper, eine Brustoperation verschönert ihn. Psychopharmaka helfen bei schwierigen Prüfungen und eine “Happy Pill” überwindet den Beziehungs-Stress. Medizinisch ist ein solches Nachbessern an der Natur, Enhancement genannt, bereits möglich, wenn auch nicht immer ohne Risiken und Nebenwirkungen. Ein Medizinethiker warnt in der Fachzeitschrift „DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift“ (Georg Thieme Verlag, Stuttgart. 2010) darüber hinaus vor einem Selbstbetrug und dem Verlust der Authentizität.
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Welt-Suizid-Präventionstag Drucken E-Mail
Freitag, 10 September 2010
Anlässlich des 8. Welt-Suizid-Präventionstages am 10. September 2010 erklärt Maria Klein-Schmeink, Sprecherin für Prävention und Patientenrechte und Mitglied im Gesundheitsausschuss: In unserer Gesellschaft ist Suizid immer noch ein Tabu-Thema, das mit vielen Vorurteilen behaftet ist. Durch einen differenzierten Umgang mit dem Thema in der öffentlichen Debatte kann die Suizid-Prävention verbessert werden. Das ist dringend erforderlich, denn auch im Jahr 2008 starben fast 10.000 Menschen durch Suizid. Damit sterben deutlich mehr Menschen durch Suizid als durch Unfalltod. Treffen kann es jeden. Vor allem Jugendliche und ältere Menschen sind gefährdet, deren Lebenssituationen sich verändert haben. Bei Jugendlichen ist Selbsttötung die zweithäufigste Todesursache. Das Suizidrisiko ist bei Männern 2,5 Mal so hoch wie bei Frauen. Suizidversuche werden jedoch von Frauen deutlich häufiger verübt als von Männern. Die Suizidrate bei Menschen mit Migrationshintergrund ist fünfmal so hoch wie bei Menschen ohne Migrationshintergrund.
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Jeder Mensch hat ein Recht auf ein Sterben unter würdigen Bedingungen Drucken E-Mail
Donnerstag, 09 September 2010
Berlin - Die Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland hat in den vergangenen 25 Jahren erhebliche Fortschritte gemacht. Immer noch aber werden viele Menschen von entsprechenden ambulanten und stationären Angeboten nicht erreicht; sie leiden unter Schmerzen und anderen belastenden Symptomen, wären lieber an einem vertrauten Ort und fühlen sich häufig an ihrem Lebensende alleingelassen.
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Teilweise Zulassung von PID führt zu Urteil über lebensunwertes Leben Drucken E-Mail
Donnerstag, 02 September 2010
Brüssel - "Die Erfahrung im europäischen und außereuropäischen Ausland spricht dagegen, dass man die Präimplantationsdiagnostik begrenzen kann. Der Bundestag muss daher eine Entscheidung für ein klares Verbot treffen." Dies erklärte der gesundheitspolitische Sprecher der größten Fraktion im Europäischen Parlament (EVP/Chrisdemokraten), Dr. med. Peter Liese (CDU), vor Journalisten in Berlin.
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Massenmorde der Nationalsozialisten an Menschen mit Behinderungen niemals vergessen Drucken E-Mail
Donnerstag, 02 September 2010
Am 3. September, 14.00 Uhr, findet in der Berliner Philharmonie eine Gedenkveranstaltung für die Opfer von „Euthanasie“ und Zwangssterilisation statt. Hubert Hüppe und die Zeitzeugin Dorothea Buck sprechen zum Thema „Die Geschichte überleben und die Psychiatrie verändern“.
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1,2% weniger Schwangerschaftsabbrüche im zweiten Quartal 2010 Drucken E-Mail
Donnerstag, 02 September 2010
Wiesbaden - Im zweiten Quartal 2010 wurden dem Statistischen Bundesamt (Destatis) rund 27 400 Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland gemeldet und damit 1,2% oder gut 300 weniger als im zweiten Quartal 2009. Knapp drei Viertel (73%) der Frauen, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen ließen, waren zwischen 18 und 34 Jahren alt, 15% zwischen 35 und 39 Jahren. Fast 8% der Frauen waren 40 Jahre und älter. Der Anteil der unter 18-Jährigen betrug 4%. 40% der Schwangeren hatten vor dem Eingriff noch keine Lebendgeburt.
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Privatspenden besser als Staatshilfen Drucken E-Mail
Freitag, 13 August 2010
Hamburg - Der amerikanische Unternehmer und Philantrop Thomas S. Monaghan, einer der Unterzeichner der von Warren Buffett und Bill Gates gestarteten Großspendenvereinbarung "The Giving Pledge", will sein Geld lieber selber stiften als es dem Staat zu überlassen. "Ich habe mehr als jeder andere darüber nachgedacht, wie dieser Reichtum am besten eingesetzt werden sollte", sagte er in einem Gespräch mit der ZEIT. "Ich habe fast mein ganzes Leben lang gespendet und mir entsprechende Prioritäten und Ziele erarbeitet."
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Nicht Sterbehilfe soll zum Normalfall werden, Drucken E-Mail
Mittwoch, 11 August 2010
sondern der Zugang zu moderner Palliativmedizin. „Wir Ärzte wollen den Kranken zu ihrem Recht verhelfen. Wir wollen nicht, dass Kranke, entgegen ihrem eigentlichen Willen, unter gesellschaftlichen Druck geraten, Sterbehilfe meinen einfordern zu müssen. Wir Ärztinnen und Ärzte wollen nicht, dass Sterbehilfe – auch nicht als Beihilfe zur Selbsttötung – erst zur Norm und dann zur Normalität wird. Nicht Sterbehilfe soll zum Normalfall werden, sondern der Zugang zu einer modernen palliativmedizinischen Behandlung, die todkranken Menschen ein möglichst schmerz- und beschwerdefreies Leben ermöglicht. Ärztliche Aufgabe ist und bleibt es, Sterbenden beizustehen.“ So kommentierte Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), eine von der BÄK in Auftrag gegebene Befragung, bei der sich rund 80 Prozent aller Ärztinnen und Ärzte gegen eine Legalisierung der aktiven Sterbehilfe ausgesprochen haben.
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