Ethik
Angebunden, geschlagen und mit Medikamenten ruhiggestellt Drucken E-Mail
Montag, 11 April 2011
Mainz - In Säuglingsheimen von Caritas und Diakonie wurden zwischen 1949 und 1975 tausende Babies durch Anbinden und Schläge misshandelt. Das berichtet das ARD-Politikmagazin "Report Mainz" am heutigen Montag, 11.4.2011 um 21.45 Uhr im Ersten. Katholische Nonnen und Diakonissen vernachlässigten die Kinder, weil die Heime häufig überbelegt waren. Oft musste eine einzige, nicht ausgebildete Helferin alleine zehn Säuglinge versorgen.
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Werden wir bald alle von Pflegerobotern betreut Drucken E-Mail
Freitag, 08 April 2011
Rollatoren, verstellbare Pflegebetten, Rollstühle, Treppenlifter – Hilfsmittel wie diese sind bei der Pflege älterer Menschen im Bereich der Alten- und Krankenpflege gängige Begleiter und werden vor allem auch in der häuslichen Pflege eingesetzt. Momentan werden beinahe 70 Prozent der Pflegefälle zu Hause betreut. Das entspricht auch dem Wunsch der meisten älter werdenden Menschen. Die Branche der Alten- und Krankenpflege ist längst dabei aufzurüsten um ein möglichst selbstständiges Leben möglichst lange in den eigenen vier Wänden zu garantieren. Innovative Ideen werden mit einer immer moderner werdenden Technik umgesetzt. Und selbst so zukunftsweisende Gedanken wie Pflegeroboter sind zumindest technisch nicht mehr nur theoretisches Gedankenspiel.
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Malteser gegen Präimplantationsdiagnostik Drucken E-Mail
Freitag, 01 April 2011
Köln - Die Malteser haben sich in ihrer über 900jährigen Geschichte dem Einsatz für den Menschen - egal ob krank, alt oder behindert - verschrieben. In einem aktuellen Brief wenden sie sich daher an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages, um diese für die Ablehnung der Präimplantationsdiagnostik (PID) zu gewinnen und für den interfraktionellen Gesetzesentwurf von Johannes Singhammer u.a. zu votieren. Karl zu Löwenstein, Vorstandsvorsitzender des Malteser Hilfsdienstes e.V., begründet die Ablehnung der PID: "Wo von 'Diagnose' die Rede ist, wird 'Therapie' mitgedacht.
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Medizin und Nationalsozialismus Drucken E-Mail
Donnerstag, 24 März 2011
„Ärzte haben in der Zeit des Nationalsozialismus aktiv an der systematischen Ermordung von Kranken mitgewirkt. Außerdem haben sich führende Vertreter der Ärzteschaft an der Vertreibung ihrer jüdischen Kolleginnen und Kollegen beteiligt. Auch wenn die Mitschuld der Ärzte an den Verbrechen der NS-Gewaltherrschaft im Rahmen verschiedener Forschungsprojekte wissenschaftlich untersucht wurde, ist die Rolle der Ärzteschaft im Nationalsozialismus bei weitem nicht ausreichend aufgearbeitet worden. Aus diesem Grund hat die Bundesärztekammer den Anstoß für einen Forschungsbericht gegeben, der die Wege der wissenschaftlichen Annäherung an diesen Themenkomplex nachzeichnet und Meilensteine, aber auch Desiderate der Forschung benennt.“ Dies sagte der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe, anlässlich der heutigen Vorstellung des Forschungsberichts „Medizin und Nationalsozialismus“ in Berlin. Der Forschungsbericht wird im Rahmen einer Gedenkveranstaltung für die Opfer der während des Nationalsozialismus von Ärzten begangenen Verbrechen in Anwesenheit des Bundesgesundheitsministers, Dr. Philipp Rösler, in der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum präsentiert.
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Ärzte im Nationalsozialismus Drucken E-Mail
Donnerstag, 24 März 2011
Bei jungen Ärztinnen und Ärzten Interesse für das Thema Medizin und Nationalsozialismus wecken – das ist eines der Hauptziele des Forschungspreises zur Rolle der Ärzteschaft in der Zeit des Nationalsozialismus. Die mit dem diesjährigen Forschungspreis ausgezeichnete Dissertation von Susanne Rueß, in der sie anhand von Einzelschicksalen das an jüdischen Ärzten begangene Unrecht in der NS-Diktatur – und auch noch nach 1945 – beschreibt, erfüllt diese Vorgabe nach Meinung der Jury in vorbildlicher Weise. Die Arbeit der Stuttgarter Ärztin sei nicht nur ein herausragendes Gedenkbuch, das die Opfer aus der Anonymität heraushole. Es sensibilisiere auch die nachwachsende Ärztegeneration dafür, dass Zivilcourage möglich und ein bleibendes Thema ärztlicher Ethik sei. Neben Rueß erhalten drei weitere geschichtswissenschaftliche Arbeiten in diesem Jahr den Forschungspreis, der vom Bundesgesundheitsministerium (BMG), der Bundesärztekammer (BÄK) und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) nunmehr zum dritten Mal verliehen wurde. Er ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert. Die Preisträger werden am heutigen Abend im Rahmen einer Gedenkveranstaltung für die Opfer der während des „Dritten Reichs“ von Ärzten begangenen Verbrechen geehrt. Die Verleihung findet im Beisein von Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler in der Neuen Synagoge – Centrum Judaicum in Berlin statt.
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Die Durchführung der Präimplantationsdiagnostik ist ethisch nicht gerechtfertigt Drucken E-Mail
Mittwoch, 23 März 2011
Der Deutsche Ethikrat legte eine Stellungnahme zur Präimplantationsdiagnostik (PID) vor. Die Ratsmitglieder entwickelten zwei alternative Vorschläge zu einer gesetzlichen Regelung der PID. 13 Mitglieder sprachen sich für eine Zulassung der PID unter strengen Vorgaben aus, 11 Mitglieder halten dagegen nur ein generelles Verbot der PID für ethisch vertretbar.
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Fahndung per Präimplantationsdiagnostik nach Menschen mit Down-Syndrom verhindern Drucken E-Mail
Dienstag, 22 März 2011
Angesichts der aktuellen Debatte um Präimplantations- und Pränataldiagnostik befürchtet der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe, eine Ausweitung der Selektion von Menschen mit Down-Syndrom. „Bereits heute gehört das Down-Syndrom zu den Merkmalen, aufgrund derer ein Mensch vor der Geburt am häufigsten aussortiert wird. Würde jetzt die Präimplantationsdiagnostik erlaubt, ist der Dammbruch vorgezeichnet“, betonte der Behindertenbeauftragte. Er verdeutlichte, dass sich diese Entwicklung bereits bei der Pränataldiagnostik gezeigt habe, die zunächst nur für wenige Fälle vorgesehen war und heute praktisch eine Routineuntersuchung darstelle.
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PID: Niemand kann Abgeordneten Gewissensentscheidung abnehmen Drucken E-Mail
Mittwoch, 09 März 2011
Berlin/Straßburg - Der Deutsche Ethikrat ist in der Frage der Zulassung von Präimplantationsdiagnostik tief gespalten. Dies wurde bei der Vorstellung des entsprechenden Papiers heute deutlich. Dreizehn Mitglieder des Gremiums sprechen sich für eine begrenzte Zulassung aus, elf Mitglieder lehnen die PID grundsätzlich ab, ein Mitglied hat in einem Sondervotum keine von beiden Möglichkeiten unterstützt. Das Votum überrascht, da sich der Nationale Ethikrat, ein Vorgänger des Deutschen Ethikrates, in der Vergangenheit oft mit großer Mehrheit für liberale Positionen ausgesprochen hat.
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Deutscher Ethikrat legt Stellungnahme zur Präimplantationsdiagnostik vor Drucken E-Mail
Mittwoch, 09 März 2011
Berlin - Der Ethikrat stellt darin den Sachstand und die ausschlaggebenden Argumente von Befürwortern und Gegnern einer Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) umfassend dar.
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Präimplantationsdiagnostik gaukelt gesunde Kinder vor Drucken E-Mail
Mittwoch, 02 März 2011
Die Präimplantationsdiagnostik wird als eine Möglichkeit dargestellt, das Leben mit schweren Erbkrankheiten oder Behinderungen verhindern zu können. Sie gaukelt aber nur vor, dass gesunde Kinder geboren werden. In Wirklichkeit sortiert sie aus. Mit Hilfe der PID entscheiden Dritte nach ihren Wertvorstellungen, welches zukünftige Leben eine Chance bekommen soll und welches nicht. Parallel dazu wird in der Öffentlichkeit der irrige Eindruck vermittelt, Leben mit (schweren) Behinderungen oder chronischen Erkrankungen sei weniger oder gar nicht lebenswert. Ein solches Bild vom Menschen ist inhuman, und deshalb lehne ich es ab.
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Streitfall Babyklappe Drucken E-Mail
Montag, 28 Februar 2011
Berlin - Ein Jahr nach Veröffentlichung seiner Stellungnahme zur anonymen Kindesabgabe diskutierte der Deutsche Ethikrat mit Vertretern aus Praxis, Medien und Politik, welche Entwicklungen es seither gab. Im November 2009 hatte der Deutsche Ethikrat empfohlen, die gesetzliche Grundlage für eine vertrauliche Kindesabgabe zu schaffen und die illegalen, aber bislang geduldeten Angebote von anonymer Geburt sowie Babyklappen aufzugeben. Begleitend sollten die öffentlichen Informationen über die bestehenden umfangreichen legalen Hilfsangebote für Schwangere und Mütter in Not- oder Konfliktsituationen verstärkt werden.
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