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Samstag, 30 Januar 2010 |
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Mainz - Durch die raschen Fortschritte der medizinischen, insbesondere der genetischen Diagnostik hat sich speziell die Früherkennung von Erkrankungen des ungeborenen Kindes (Pränataldiagnostik) in den letzten 30 Jahren zunehmend von einer Spezialuntersuchung für wenige zu einem Testverfahren für fast alle Schwangeren entwickelt. Dabei erlaubt die moderne Medizin in der Schwangerschaft so detaillierte Diagnosen und Prognosen wie nie zuvor. Das Wissen der Frauen über Pränataldiagnostik, deren Absicht, Chancen, Risiken und Folgen steht jedoch in deutlicher Diskrepanz zur Häufigkeit ihrer Anwendung. Somit befinden sich Schwangere immer wieder unvorbereitet in der Situation, dass ein erhöhtes Risiko für das Vorliegen einer Behinderung beim ungeborenen Kind diagnostiziert wird. Dies löst in der Regel eine ganze Reihe von Nachuntersuchungen aus, die die Beteiligten häufig dazu zwingen, vorher nicht bedachte Konsequenzen zu ziehen. |
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Freitag, 29 Januar 2010 |
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Aus Anlass des nationalen Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus, hat der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe am Mittwoch einen Kranz in der Tiergartenstraße 4 niedergelegt. |
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Dienstag, 26 Januar 2010 |
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Berlin - 1939 unterzeichnete Hitler den "Euthanasie-Erlass", eine extrem verharmlosende Bezeichnung für den Massenmord an behinderten und kranken Menschen. Er hatte die Unterschrift auf den 1. September datiert, um den Vernichtungskrieg nach innen und außen zeitgleich beginnen zu lassen. |
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Montag, 18 Januar 2010 |
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„Heute vor 70 Jahren begann der Transport psychisch Kranker und Behinderte in grau gestrichenen Bussen in die Tötungsanstalt Grafeneck. 25 Männer wurden am 18. Januar 1940 aus der Heilanstalt München-Haar nach Grafeneck transportiert und dort noch am selben Tag ermordet. Insgesamt kamen 10.654 Menschen in Grafeneck ums Leben“, sagte Arbeits- und Sozialministerin Dr. Monika Stolz heute in Stuttgart. Zum Gedenken an diese ersten Opfer legte die Ministerin gemeinsam mit Mike Münzing von der Gedenkstätte Grafeneck e.V. und Wolfgang Rieger, Geschäftsführer des ZfP Südwürttemberg einen Kranz am Mahnmal der Grauen Busse nieder. |
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Sonntag, 17 Januar 2010 |
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„Wie mit kranken und sterbenden Menschen umgegangen wird, ist für mich ein Gradmesser der Menschlichkeit einer Gesellschaft“, sagte Arbeits- und Sozialministerin Dr. Monika Stolz am Samstag in Ulm. „Die Palliativversorgung ist eine Herausforderung für die ganze Gesellschaft. Wir müssen sterbenskranken Menschen ein würdiges Leben bis zum Tod ermöglichen. Das ist nicht nur eine Aufgabe der Medizin. Vielmehr ist es eine wichtige und unverzichtbare Aufgabe jeder menschlichen Gesellschaft“, erklärte die Ministerin bei der Veranstaltung des Hartmannbundes zur Palliativversorgung. |
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Mittwoch, 13 Januar 2010 |
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„Töten gehört nicht zum Handwerk des Arztes und der Ärztin - auch nicht die Beihilfe zum Sterben“, mahnte der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe, in einem Interview mit der Frankfurter Neuen Presse. Zugleich begrüßte er, dass sich die Bundesregierung im Koalitionsvertrag klar gegen jede Form kommerzieller Sterbehilfe ausgesprochen hat. Allerdings sei die geschäftsmäßige Vermittlung von Sterbehilfe bereits durch geltendes Strafrecht verboten. „Wie brauchen kein neues Gesetz, um der kommerziellen Sterbehilfe einen Riegel vorzuschieben“, betonte Hoppe. |
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Freitag, 08 Januar 2010 |
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Dem Alter ein Schnippchen schlagen und möglichst lange aktiv und lebensfroh bleiben - der verständliche Wunsch vieler Menschen nach einem Jungbrunnen hat zu einem wahren Anti-Aging-Boom in Deutschland geführt. Die Alten von heute sind dynamisch und vor allem faltenfrei. Dieses von den Medien gezeichnete Bild erzeugt aber auch Druck, diesem Ideal zu entsprechen. „Die Menschen unserer Gesellschaft leben deutlich länger, altersbezogen dynamischer, lebensfroher und gesünder. Die 60-jährigen von heute fühlen sich so gut wie unseren Großeltern mit 45 Jahren“, sagte Dr. Johannes C. Bruck von der Klinik für Plastische Chirurgie am Berliner Martin-Luther-Krankenhaus beim 34. Interdisziplinären Forum „Fortschritt und Fortbildung in der Medizin“ der Bundesärztekammer in Berlin. Sie fürchteten aber mit 60 Jahren so auszusehen, wie sie die Großeltern mit 75 Jahren in Erinnerung haben und verbänden damit eine soziale Isolation. |
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Donnerstag, 31 Dezember 2009 |
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Frankfurt (KNA) Die Einführung von sogenannten Nacktscannern wirft für die Ethikerin Regina Ammicht Quinn schwerwiegende Fragen auf. Besonders negativ von deren Einführung seien «Menschen mit versteckten Behinderungen» betroffen, sagte die Tübinger Professorin der «Frankfurter Rundschau» (Donnerstagausgabe). «Jeder Kranke wird hier potenziell zum Terroristen.» Denn «Windeln bei Menschen mit Inkontinenzproblemen, künstliche Darmausgänge, Urinbeutel, Insulinporte - all das registrieren die Scanner als auffällig oder verdächtig». |
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Dienstag, 29 Dezember 2009 |
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Freiburg (KNA) Der katholische Sozialethiker Friedhelm Hengsbach sieht Deutschland in einer sozialen Krise. «Das Armutsrisiko ist deutlich gestiegen, die prekären Arbeitsverhältnisse nehmen zu», sagte der Jesuit in einem Interview der in Freiburg erscheinenden Monatszeitschrift «Herder Korrespondenz» (Januar). |
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Dienstag, 29 Dezember 2009 |
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Hamburg (KNA) Nach Ansicht des Theologen Hans Küng kann die Wirtschaft ohne Moral nicht funktionieren. «Die Moralität ist in der Wirtschaft nicht das Sahnehäubchen. Eine moralisch-ethische Rahmenordnung muss sowohl die wirtschaftliche wie auch die politische und staatliche Ordnung stützen», sagte Küng der Wochenzeitung «DIE ZEIT» (Mittwoch). |
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Mittwoch, 23 Dezember 2009 |
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London (KNA) Mit einer britischen Variante des «Fringsens» hat ein anglikanischer Pfarrer in York für Aufregung gesorgt. Tim Jones riet verzweifelten Menschen in seiner Predigt dazu, in höchster Not auf Ladendiebstähle zurückzugreifen. Dafür solle man aber auf landesweite Supermarktketten und nicht auf kleine private Geschäfte zugreifen. So würden die Schäden durch höhere Preise auf die Gemeinschaft umgelegt. |
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