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Samstag, 19 Januar 2008 |
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Bonn (KNA) Forscher und Politiker haben kritisch auf Berichte über das Klonen eines Embryos aus einer menschlichen Hautzelle reagiert. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lehne sogenanntes therapeutisches Klonen entschieden ab, erklärte der stellvertretende Regierungssprecher Thomas Steg am Freitag vor Journalisten in Berlin. Auch die Mehrheit des Bundestages sei dafür, dass dieses Verfahren für Deutschland nicht in Frage komme, meinte er. |
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Donnerstag, 17 Januar 2008 |
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Der designierte Münchner Erzbischof Reinhard Marx hat die katholische Position in der Stammzelldebatte verteidigt. Die Frage der medizinischen Machbarkeit dürfe bei diesem Thema nicht im Vordergrund stehen, sagte er der Zeitschrift "Gesundheit + Gesellschaft" (Januar) der AOK in Bonn. |
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Donnerstag, 17 Januar 2008 |
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Berlin (KNA) Knapp zwei Drittel (65,2 Prozent) der Bundesbürger haben sich in einer Umfrage gegen die Erzeugung oder Zerstörung menschlicher Embryonen zu Forschungszwecken ausgesprochen. Nach einer vom Bundesverband Lebensrecht (BVL) am Donnerstag in Berlin veröffentlichten Studie plädierten zugleich 61 Prozent von 1.000 Befragten dafür, nur an adulten Stammzellen oder aus Hautzellen reprogrammierten Zellen zu forschen. Diese werden bereits geborenen Menschen entnommen. |
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Montag, 14 Januar 2008 |
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Düsseldorf (KNA) Der Präsident der Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe, will persönlich Anzeige erstatten, sobald ein Arzt in Deutschland Sterbehilfe leistet. "Wir werden das nicht tatenlos beobachten, wir werden dagegen kämpfen", sagte er der "Rheinischen Post" (Montag). Der assistierte Suizid sei mit dem ärztlichen Ethos unvereinbar und würde Patienten zutiefst verunsichern, so der Ärztepräsident weiter. |
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Montag, 14 Januar 2008 |
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Berlin (KNA) Die FDP hat die Forderung nach einer umfassenden Lockerung des Stammzellgesetzes bekräftigt. Dessen Stichtagsvorgabe sei willkürlich und müsse wegfallen, heißt es in einem Diskussionspapier, das das Parteipräsidium am Montag in Berlin beschloss. Der Stichtag zwinge Forscher, Zelllinien von nicht ausreichender Qualität zu verwenden, und benachteilige sie im internationalen Vergleich. Bei einer Änderung des Stammzellgesetzes solle die Substanz des Embryonenschutzgesetzes von 1990 nicht angetastet werden, betonen die Liberalen. |
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Freitag, 11 Januar 2008 |
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Mainz (KNA) Jeden Morgen seit seiner Herztransplantation vor elf Jahren dankt Eugen Maurer Gott und seinem Spender. "Wenn man den eigenen Tod vor Augen hat und Rettung nur erfährt durch einen anderen Menschen, der sterben muss, ändert sich das ganze Leben", mahnt er eindringlich. Die Dokumentarfilmerin Uta Claus schildert seinen eindrucksvollen Weg in ein neues Leben in dem Beitrag "Das verschenkte Herz - Von Organempfängern und Spenderfamilien". Das ZDF sendet den Film in der Reihe "37 Grad" am Dienstag um 22.15 Uhr. |
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Donnerstag, 10 Januar 2008 |
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Berlin (KNA) Die Bundesärztekammer hat einen weiteren Ausbau der Palliativmedizin gefordert. Vor allem die ambulante Versorgung der Tumorpatienten sei immer noch unzureichend, sagte der Bonner Palliativmediziner Eberhard Klaschik am Donnerstag in Berlin. Bundesweit gebe es nur 80 statt der erforderlichen 320 Palliativdienste, erklärte der Chefarzt am Malteserkrankenhaus Bonn/Rhein-Sieg. Der Ausbau der palliativmedizinischen Schmerzlinderung und seelsorglichen Hilfe könne den Wunsch nach aktiver Sterbehilfe verringen. Er äußerte sich zum Auftakt eines Fortbildungskongresses der Bundesärztekammer. |
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Donnerstag, 10 Januar 2008 |
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Palliativmedizin ist die Behandlung von Patienten mit einer nicht heilbaren, weit fortgeschrittenen Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung, beispielsweise Krebs oder Aids. Wichtigstes Ziel ist nicht die Heilung, sondern die Linderung von Schmerzen und die Sicherung möglichst hoher Lebensqualität. Dazu gehört nicht nur die Schmerztherapie, sondern auch die psychologische und spirituelle Begleitung der Patienten und ihrer Angehörigen. |
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Mittwoch, 09 Januar 2008 |
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Im Streit um die Forschung an menschlichen embryonalen Stammzellen hat sich mittlerweile ein (inner)kirchlicher Nebenkriegsschauplatz eröffnet, auf dem die unterschiedlichen Positionen unter Beimischung gegenseitiger Verdächtigungen gegeneinander gestellt werden. Dabei geraten mitunter die Gemeinsamkeiten der Disputationsteilnehmer aus dem Blick. Angesichts eines Frontverlaufs sowohl zwischen den Konfessionen als auch innerhalb der Protestanten und Katholiken wird die Debatte allmählich unübersichtlich. |
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Mittwoch, 09 Januar 2008 |
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Während die Politik in der Winterpause war, haben sich mehrere Theologen in Zeitungen und Zeitschriften in der Debatte um die Stammzellforschung zu Wort gemeldet. Im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) weist der Mainzer katholische Moraltheologe Johannes Reiter den Vorwurf des Fundamentalismus in Richtung katholischer Kirche zurück. |
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Samstag, 05 Januar 2008 |
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Freiburg (KNA) Mit Blick auf eine steigende Zahl von künstlichen Befruchtungen im Ausland fordern deutsche Fortpflanzungsmediziner eine Liberalisierung des Embryonenschutzgesetzes. In ärztlich begründeten Einzelfällen müsste auch die in Deutschland bislang verbotene Eizellenspende erlaubt werden, sagte der Pressesprecher des Dachverbandes Reproduktionsbiologie und -medizin (DVR), Franz Geisthövel, am Wochenende in Freiburg. Medienberichten zufolge reisen jedes Jahr rund 1.000 Frauen ins Ausland, um dort eine künstliche Befruchtung vornehmen zu lassen. |
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