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Ausland
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Mittwoch, 24 Oktober 2007 |
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Straßburg (KNA) Nach mehreren Monaten Verzögerung gibt das Europaparlament grünes Licht für ein Medikamenten-Handelsabkommen mit günstigen Konditionen für Entwicklungsländer. Möglich wurde die Zustimmung am Mittwoch im Europaparlament in Straßburg, nachdem der EU-Ministerrat im Plenum den Forderungen der Europaabgeordneten nachgab. Diese setzten durch, dass die EU über die Regeln der Welthandelsorganisation WTO hinausgeht, wenn Entwicklungsländer patentierte Medikamente importieren oder produzieren wollen. |
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Montag, 22 Oktober 2007 |
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Am Samstag, 13 Oktober, wurde in Bologna um vier Uhr früh, also zu einer Zeit als niemand aufmerksam wurde, ein Mädchen gewaltsam gefesselt, um sie in die Psychatrie zu bringen, weil ihr Verhalten als abnormal eingestuft wurde. Die (wohl von irgendwem gerufenen) Ordnungskräfte hatten einen (im übertragenen Sinn) Krankenwagen, TSO (Tratamiento Sanitario Obligatorio), gerufen, um das Mädchen gemäss einer Gesetzesregelung, die besagt, dass jemand gegen seinen Willen für 7 Tage in die Psychatrie eingeliefert werden kann, wenn er geistig unzurechnungsfähig und gefährlich ist, abzutransportieren. Viele betrachten diese Regelung als blanke Freiheitsberaubung, bei der zudem zwangsweise Pshychopharmaka verabreicht werden. |
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Montag, 22 Oktober 2007 |
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Berlin (KNA) Tuberkulose (TB) stellt nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Europa erneut eine schwere Gefahr dar. Der WHO-Regionaldirektor für Europa, Mark Danzon, sprach am Montag auf einem Ministerforum in Berlin von einer "dramatischen Situation", die ohne entschiedenes Handeln zu einer Katastrophe werden könne. 2005 gab es laut WHO in der europäischen Region 445.000 TB-Neuinfizierungen, 66.000 Menschen erlagen der Krankheit. Die über 300 Delegierten verpflichteten sich in einer Erklärung zum gemeinsam Kampf gegen die TB. |
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Freitag, 19 Oktober 2007 |
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Rom (KNA) Ein italienisches Gericht hat den Patientenwillen über die ärztliche Pflicht zur Lebenserhaltung gestellt. Ein Mediziner, der auf Wunsch eines Patienten auf lebenserhaltende Maßnahmen verzichte, handle korrekt. Das von der Verfassung sanktionierte Verbot einer Zwangsbehandlung entlaste den Arzt in diesem Fall vom Vorwurf der Tötung, urteilte ein römisches Gericht im Verfahren um Piergiorgio Welby. |
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Donnerstag, 18 Oktober 2007 |
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Die belgische Braille-Vereinigung startet mit einer Kampagne namens Blind Call. Über diese großartige Idee berichtete die englischsprachige Internetseite Adverblog vergangene Woche. Welcher Handybesitzer kennt es nicht. Man zieht sein Handy aus der Hosentasche und stellt fest, dass die Tastatursperre ausversehen deaktiviert wurde und man unfreiwillig einen Anruf getätigt hat. Meist geht solch ein unnützer Anruf an die erste abgespeicherte Adresse aus dem Telefonbuch des Handys. |
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Freitag, 12 Oktober 2007 |
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Zufolge mehrerer Medienberichte wurde ein Video, das eine Diskriminierung eines Menschen mit einer psychischen Krankheit zeigt, gelöscht. Der Film auf der Internetplattform YouTube zeigte einen 46 Jahre alten Mann der von unbekannten zum Tanzen aufgefordert und dann ausgelacht wurde. Der öffentliche Druck und die Anzeige des 70-Järigen Vaters aus Madrid hatten dazu geführt, dass das Video von Google gelöscht wurde. Insgesamt handelte es sich um vier Videos. Obwohl der Vater bereits im Juni mit der Verletzung der Intimsphäre und der Menschenwürde argumentierte, wurde das letzte Video erst diese Woche gelöscht. |
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Freitag, 27 Juli 2007 |
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Tampa (KNA) Ein US-Gericht hat den Eltern von zwei schwer behinderten Kindern eine Entschädigung in Millionenhöhe zuerkannt. Die Uniklinik von Süd-Florida sei dafür verantwortlich, das Paar vor einer zweiten Schwangerschaft nicht angemessen über das Risiko der erneuten schweren Behinderung aufgeklärt zu haben, entschied das Gericht am Montag (Ortszeit) in Tampa/Florida. Vielmehr habe der behandelnde Arzt fälschlicherweise betont, dass das Risiko für eine Erkrankung des zweiten Kindes nicht höher sei als bei anderen Paaren. Die klagenden Eltern hatten argumentiert, dass sie im Falle einer entsprechenden Diagnose und Beratung das zweite Kind abgetrieben hätten. |
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Mittwoch, 04 Juli 2007 |
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Brüssel/Berlin (KNA) Internationale Entwicklungsorganisationen haben mehr Geld für die Gesundheitssysteme in Entwicklungsländern gefordert. Um die Versprechen zum Ausbau der Gesundheitswesen zu halten, müsse allein Deutschland seine entsprechenden Ausgaben bis 2009 auf 2,2 Milliarden Euro erhöhen, verlangte ein Netzwerk von 15 Initiativen am Mittwoch in Berlin und Brüssel. Derzeit gebe die Bundesrepublik nur fünf Prozent ihrer Entwicklungshilfe für Gesundheit aus, im Durchschnitt der Industrienationen seien es elf Prozent. |
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Montag, 02 Juli 2007 |
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Das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte behinderter Menschen ist ein völkerrechtlicher Vertrag, der bestehende Menschenrechte auf die Lebenssituation behinderter Menschen zuschneidet. Es finden sich daher grundlegende Menschenrechte, wie das Recht auf Leben oder das Recht auf Freizügigkeit, im Vertragstext wieder. Ziel des Übereinkommens ist es, die Chancengleichheit behinderter Menschen zu fördern und ihre Diskriminierung zu unterbinden. Es würdigt Behinderung als Teil der Vielfalt menschlichen Lebens und überwindet damit das noch in vielen Ländern vorherrschende defizit-orientierte Verständnis. |
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Freitag, 30 März 2007 |
 Sanatorium für Leprakranke in Taiwan Das einzige Sanatorim für Lepra-Kranke soll einer Bahnstrecke weichen
In Tapei / Taiwan soll das TAIWAN LOSHENG Sanatorium, das ein Krankenhaus und Wohnungen für von diesem Leiden betroffene bietet, geschlossen werden. Bereits 1939 errichtet, ist LOSHENG die einzige Einrichtung dieser Art. Insgesamt bewohnten bis vor kurzem weit über 300 Menschen diese Anlage. Viele der zumeist alten BewohnerInnnen wurden bereits als Teenager wegen ihrer von ihren Familien verstoßen und betrachten Losheng inzwischen als ihre Heimat. Ihnen droht die Abschiebung in ein neu errichtetes Krankenhaus. |
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