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Heilpädagogik
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Freitag, 20 Juni 2008 |
 SOD Große Namen fallen bei den Finals auf den Tennisplätzen des SVK Beiertheim: Als die Stimme aus dem Lautsprecher ankündigt, dass im Herren-Doppel nun ein gewisser Boris Becker antritt, geht ein teils erstauntes, teils belustigtes Raunen durch die Ränge. Zwar ist BB dann doch nicht von Blau-Weiß Leimen, sondern, wie auch sein Spielpartner, Mitglied der „Handicaps Grün-Weiß Neuss“, die mit 16 Athleten vom Niederrhein angereist sind, aber darüber ist keiner enttäuscht – hier geht es um Tennis, um den Wettkampf, um Spaß, aber nicht um Berühmtheit. Auch die Tatsache, dass es selbst dem unbestechlichen Computer nicht immer möglich ist, bei der Zuteilung der Kontrahenten gleichstarke Teams gegeneinander antreten zu lassen, wird von Boris und seinem Partner mit bewundernswerter sportlicher Gelassenheit getragen: Beim obligatorischen Fototermin mit Schiedsrichter nach dem Match bringen sie sogar als Verlierer das Kunststück hin, fast noch ein bisschen mehr zu lachen als die Gewinner. |
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Freitag, 20 Juni 2008 |
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Die Zuschauerbühne im Fächerbad ist fast voll besetzt. Lautstark werden die Schwimmer angefeuert. Bei der Siegerehrung wird gerade gejubelt. Nils Sychowski, von der Förderschule Ottenbeck Stade hat gerade die Goldmedaille gewonnen. Er schwimmt seit vier Jahren und ist, laut Auskunft seiner Trainerin seit einem halben Jahr der beste Schwimmer der Schule. Die Förderschule Ottenbeck ist bei den Special Olympics mit 12 Schwimmern vertreten. Auf die Frage an Nils, ob er schon Kontakt zu anderen Mannschaften geknüpft hatte, wirft die Trainerin ein: „Besonders von den Mädels wird Nils angefeuert. Die finden ihn ganz toll.“ Nils grinst nur. |
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Freitag, 20 Juni 2008 |
 SOD Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG unterstützt seit Jahren intensiv den Sport in Baden-Württemberg – die beiden Bundesliga-Mannschaften im Fußball, die Ludwigsburger Basketballer, Turn- und Aerobic-Weltmeisterschaften, und nun zum ersten Mal die Special Olympics. Was nicht zu übersehen war, denn der denkbar größte Schirm – 36 Quadratmeter groß – überspannte den Vorplatz des Verpflegungszeltes und leistete gute Dienste zur Orientierung und gegen die Wetterkapriolen. Und in Olympic Town nutzten hunderte Teilnehmer die Gelegenheit zum Spielen am EnBW-Stand. |
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Freitag, 20 Juni 2008 |
 SOD Etwas versteckt am Rheinhafen liegt der Austragungsort der Kanuwettbewerbe. Doch nähert man sich, hört man bereits die Ansagen über Megafon, aber auch die Anfeuerungsrufe der Zuschauer und Athleten. Johannes Halbig, Trainer der Lebensgemeinschaft Sassen und des Antoniusheimes trainiert mit seiner Gruppe(neun Sportler und Sportlerinneninnen) in Fulda. Seit eineinhalb Jahren gibt es eine Kooperation mit dem dortigen Kanuclub. „Kanufahren fördert die Eigenverantwortung. Der Kanut bestimmt sein Tempo!“ Mit der Organisation und der Wettkampfstätte am Rheinhafen ist Johannes Halbig sehr zufrieden. „Hier ist alles eng beieinander. Die Sportler können so richtig guten Kontakt zueinander finden!“ Zum ersten Mal bei Special Olympics dabei ist Helmut Bäumel aus der Lebensgemeinschaft Sassen. „Im Kanu muss ich mich auf mich selbst verlassen! Mein Trainer hat mich dazu gebracht! Mir macht das einen Riesenspaß!“und fügt hinzu: „Mir gefällt es hier super. Wenn wir am Abend noch Zeit haben, gehen wir in die Stadt einkaufen!“ |
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Freitag, 20 Juni 2008 |
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Man nennt es gemeinhin schon den „Durlacher Weg“, jenen unkonventionellen Stil, eine Veranstaltung aus dem Boden zu stampfen, die bereits in der Vorbereitung viel Einfallsreichtum und Spontanität von allen Beteiligten abverlangt. Und so wurde auch das gestrige „Durlacher Feschd“ im Rahmen der Special Olympics zu einem harmonischen und nicht zuletzt durch das deutsche Weiterkommen bei der EM, zu einem euphorischen Happening in der Markgrafenstadt. „Durlach feiert mit seinen sportlichen Gästen“ – unter diesem Motto luden die beiden Vereine, Turnerschaft Durlach und TG Aue, sowohl die bei ihnen untergebrachten Sportler, als auch die übrige Bevölkerung zu einem gemeinsamen Durlacher Abend an die Karlsburg. Und rund 600 Besucher folgten dann auch dem Ruf. |
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Freitag, 20 Juni 2008 |
Grußbotschaft von Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes anlässlich der Special Olympics National Games 2008 in Karlsruhe.
Zu den Special Olympics National Games 2008 begrüße ich alle Aktiven, Betreuer, Kampfrichter und Gäste sehr herzlich. Veranstaltungen wie diese haben stets einen besonderen Charakter. Sie ermöglichen den teilnehmenden Sportlerinnen und Sportlern die Erfahrung sportlicher Leistung innerhalb einer großen Gemeinschaft. Zugleich sensibilisieren sie Zuschauer für die Situation von Menschen mit Behinderung, deren Betreuer und Begleiter sowie für die Art und Weise des Umgangs miteinander und mit der Behinderung. |
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Donnerstag, 19 Juni 2008 |
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Morgen gehen die 6. Special Olympics National Games in Karlsruhe zu Ende. Im Rahmen der Eröffnung des Karlsruher Stadtgeburtstages wird die Olympische Fahne von Oberbürgermeister Heinz Fenrich an SOD-Präsident Gernot Mittler zurück gegeben, der sie an Ulrich Mäurer, Senator für Inneres und Sport der Hansestadt Bremen, Ausrichterin der Special Olympics National Summer Games 2010, übergibt. |
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Donnerstag, 19 Juni 2008 |
 SOD Das erste Mal ist Golf als Sportart bei den Special Olympics National Games vertreten. Der Golfclub Hofgut Scheibenhardt hat dafür seine schöne Golfanlage im Süden von Karlsruhe zur Verfügung gestellt. „Natürlich war es keine Frage, dass wir das Turnier auf unserem Platz ausrichten. Alle unsere Mitglieder haben dafür Verständnis, dass an den Turniertagen der Platz belegt ist. Es macht Spaß, zu beobachten, mit wie viel Enthusiasmus die Athleten bei der Sache sind. Einige spielen auf gutem Niveau!“, so Bernd Görger Präsident des Golfclubs Hofgut Scheibenhardt. |
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Donnerstag, 19 Juni 2008 |
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Auf der einen Seite der fast 20 Meter langen Holzbahnen gespannte Gesichter bei Spielern, Volunteers und Coaches, auf der anderen Seite warten jeweils zehn Pins auf den Aufprall der Kugel. Plötzlich lautstarker Jubel in einer Ecke: alle zehn Pins sind gefallen – Strike! Auf 16 Bahnen rollen die bunten Bowlingkugeln im Lago-Bowling-Center Karlsruhe. Die Stimmung ist riesig. Dazu mag auch der musikalisch untermalte, gemeinsame morgendliche Einmarsch von Athleten und Volunteers beitragen, der zu einem Ritual bei den diesjährigen Special-Olympics-Bowlingwettbewerben geworden ist. |
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Donnerstag, 19 Juni 2008 |
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Auf der Internet-Seite von Mensch zuerst haben bis heute über 1000 Menschen unterschrieben. Sie alle sind gegen den diskriminierenden Begriff "geistige Behinderung". Stefan Göthling bedankt sich im Namen des Vereins bei allen, die unterschrieben haben. |
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Donnerstag, 19 Juni 2008 |
Was denken andere über behinderte Menschen? Das erkennen wir oft an den Worten und Begriffen. Solche Worte können viel aussagen. Solche Worte können verletzen. Stefan Göthling von Mensch zuerst macht sich Gedanken über die Begriffe "FED" und "geistige Behinderung". |
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